Romance of the Three Kingdoms XIV – China zusammenbringen [PS4-Review]

Romance of the Three Kingdoms XIV – China zusammenbringen [PS4-Review]

von am 13.03.2020 - 16:30
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Die Romance of the Three Kingdoms Serie ist einer der ältesten Grand-Strategie Spiele die es da draußen so gibt, wir schauen nun ob es Entwickler Koei Tecmo gelungen ist, mit dem 14. Teil der Hauptserie wieder einmal ein süchtig machendes Strategiespiel abzuliefern….

Klassische Strategiespiele hatten es in den letzten 15 Jahren grundsätzlich nicht leicht auf Konsolen. Besonders der Steuerung geschuldet, fand das Genre erst in den letzten paar Jahren eine wirkliche Spielerbasis auf den jeweiligen Systemen. Koei Tecmo wurde also selbst in der heutigen Zeit eine schwere Aufgabe zuteil, die es zu meistern galt. Mit Romance of the three kingdoms hält für Koei Tecmo nun aber auch ein alteingesessenes Eisen her, dessen erster Teil bereits 1985 erschien und, bis auf diverse Ableger seit der Playstation 2 auf Sonys folgenden Spielsystemen, zumeist auf dem PC eine ordentliche Fanbase hat.

Doch genug vom Geschichtsunterricht. Widmen wir uns doch lieber mal dem Spiel selbst…

Charakterstärke

Das Hauptziel des Spiels ist es, das gespaltene China zu erobern und unter dem eigenen Banner zusammenzubringen. Dabei bedient sich das Spiel an der alten chinesischen Geschichte der Drei Reiche.

Zu Beginn eines jeden neuen Spiels kann man aus verschiedenen, teils historischen und teils “Was wäre wenn…?! ” Szenarien wählen. Wenn diese Wahl getroffen ist, kann man dann seinen Charakter, samt Reich und Streitmacht, auswählen.

Die Auswahl des Charakters (und Reiches) bestimmt gleichzeitig auch die Schwierigkeit. Wenn man mit einem kleinen Reich und dementsprechend auch kleiner Streitmacht anfängt, ist das Ziel ganz China zu erobern natürlich deutlich schwieriger als wenn man mit einem bereits recht großen Reich und dessen Streitmacht loslegt. Ist das alles ausgewählt beginnt das Spiel.

China (automatisch) VeREINIGEN

Sobald wir uns im Spiel befinden haben wir eine große Map vor uns, die in viele kleine Hexagone eingeteilt ist. Um das große Ziel der flächendeckenden Eroberung erreichen zu können, gilt es möglichst alle Hexagone einzunehmen. Über die Map sind kleinere einnehmbare Städte/Ports sowie größere Städte/Basen verteilt. Von diesen Basen aus verwalten wir unsere Generäle und entsenden Truppen.

Wenn wir eine neue Stadt (oder Basis) eingenommen haben, können wir einen General zuweisen. Dieser kümmert sich dann beispielsweise um die Vergrößerung unserer Streitmacht in diesem Areal.

Das Gameplay selbst ist klassisch rundenbasiert. Wir geben Befehle und nachdemwir eine Runde beendet haben, können wir beobachten wie diese ausgeführt werden. Allein dieses Beobachten, wie sich das eigene Reich langsam vergrößert, hat wirklich was.

Einen Großteil des Spiels verbringt man damit andere Einheiten zu bekämpfen und deren Territorien einzunehmen. Wenn zwei große Generäle aufeinandertreffen, triggert ein sogenanntes “Duell” mit einer kleinen Zwischensequenz, in der sich die Generäle bekämpfen. Jede Einheit an Truppen kann mit vielen verschiedenen Formationen eher offensiv oder defensiv ausgerichtet werden. Bei größeren Schlachten ist das schon sehr praktisch.

Und damit kommen wir nun zum Knackpunkt vom Gameplay. An einigen Stellen (Kampf, Generäle) bietet das Spiel echte Tiefe. In anderen Punkten, wie z.B. der Diplomatie und dem Management von Städten, hat man lediglich nur an der Oberfläche gekratzt. Diese Ungereimtheiten hindern das Spiel daran, sein volles Potential zu entfalten.

Dazu kommt noch, dass im späteren Verlauf eines Spiels relativ viel automatisiert werden kann und dass man somit eher Zuschauer als Spieler ist. Ein voll entwickeltes Diplomatie-System hätte hier zum Beispiel sicher etwas mehr Abwechslung reingebracht.

Ein Multiplayer würde dem Spiel richtig gut tun. Man könnte Diplomatie im Chat oder außerhalb vom Spiel betreiben, und man könnte sich aufgrund der Unberechenbarkeit von echten Spielern nicht so sehr auf die automatisierten Prozesse verlassen.

UI steht für Untermenü Interface

Kurz noch was zum User Interface: Strategie-Spiele sind mit ihren vielen Menüs auf der Konsole immer eine gewisse Herausforderung, aber manche Entscheidungen die hier getroffen wurden, sind nicht wirklich nachvollziehbar. Der Knopf zum Bestätigen wechselt gefühlt jedes Menü. Dazu kommt, dass es kaum Erklärungen zu Menüpunkten gibt und viele Optionen unnötig kompliziert in verschiedenen Untermenüs versteckt sind. Ein wenig mehr Feintuning hätte dem UI wirklich sehr gut getan.

Nur nicht zu nah rangehen

Wenn man herausgezoomt ist erfüllt die Grafik, für diese Art von Spiel, ihre Aufgabe. Wenn man allerdings heranzoomt sieht man recht deutlich, dass man bei grafischen Details etwas gespart hat. Mich erinnert die Grafik sehr an Civ V von 2010. Der Soundtrack dagegen hat mir richtig gut gefallen. Das Spielgeschehen wurde die ganze Zeit von einer angenehmen Hintergrundmusik begleitet. Dazu kommen dann auch noch die wirklich gelungenen Artworks, die man in den kleineren Zwischensequenzen und im Menü zu sehen bekommt.

Von Seiten der Performance her gibt es nichts zu beanstanden. Das Spiel lief auf der PS4 Pro zu 100% flüssig und ist nie abgestürzt. In dieser Hinsicht also ein ungetrübtes Spielerlebnis. 

FAZIT

Romance of the Three Kingdoms XIV

von am 13.03.2020

Romance of the Three Kingdoms XIV ist ein Spiel in dem man immens viel Zeit versenken kann. Zu sehen wie sich das eigene Reich in großen Schlachten immer weiter vergrößert, ist wirklich cool. Die Tiefe, die das Spiel im Kampf und im Managen von Generälen bietet, hat es leider nicht in anderen Mechaniken (wie zum Beispiel der Diplomatie). Und es gibt leider keinen Multiplayer, der das hätte ausgleichen können. Wer nur ein reines Strategie-Kriegsspiel möchte, wird mit ROTK sicher was anfangen können. Ich würde allerdings abwarten bis der Preis ein wenig gepurzelt ist. Was auf dem PC starker Konkurrenz unterliegt, ist allerdings auf PlayStation 4 trotzdem eine unterhaltsame Ergänzung für Freunde des Genre. 

Grafik: 75 
Sound: 83 
Gameplay: 78 
Spieldesign/ Spielwelt: 75
Spielspaß: 78 

So wertet Krautgaming:
0-25 ungenügend (6), 26-45 mangelhaft (5), 46-65 ausreichend (4), 66-75 befriedigend (3), 76-85 gut (2), 86-95 sehr gut (1), 96-100 ausgezeichnet (1+)

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