gamescom 2012 – Wächter von Mittelerde angespielt

gamescom 2012 – Wächter von Mittelerde angespielt

von am 20.08.2012 - 16:55

DotA hat vor einigen Jahren eine wahre Begeisterungswelle losgetreten, der einige Spiele gefolgt sind. Das wohl Bekannteste davon ist League of Legends. Nun versucht sich auch Warner Bros an einem Ableger des Genres, natürlich im Der Herr der Ringe Setting. Ob aus Wächter von Mittelerde etwas vernünftiges geworden ist, lest ihr nun.


Der Herr der Ringe hat es seit seiner Verfilmung wohl schon in so ziemlich jeder Form gegeben, auch bei den Videospielen. Nun hat sich das Franchise an ein neues Genre herangemacht, den Multiplayer-Online-Battle-Arena-Spielen, in dem es jedoch mit DotA und LoL mehr als nur starke Konkurrenz hat.

Der Herr der Ringe mal anders

Wächter von Mittelerde ist dabei tatsächlich eine ganz andere Art von Herr der Ringe-Spiel. Wer hier eine epische Story oder dergleichen wie in anderen Adaptionen sucht, ist fehl am Platz. Hier geht es rein um die Matches, in denen jeweils 5 Helden auf beiden Seiten gegeneinander antreten.

Dabei werden euch über 20 Helden und Bösewichte wie Sauron, Gandalf, Gollum, Legolas und Co zur Verfügung stehen, alle mit anderen Fähigkeiten. Das Spielprinzip bleibt dabei dasselbe wie bei DotA: Auf bis zu drei sogenannten “Lanes” müsst ihr das gegnerische Team, das mit Helden und Wellen von normalen Gegnern auf euch zu stürmt, zurückdrängen. Dabei sind auf allen Lanes Türme, die auf Gegner feuern und ordentlich Schaden machen. Ziel eines Matches ist es über eine oder mehrere Lanes zur gegnerischen Basis zu kommen und diese zu zerstören.

In Wächter von Mittelerde gibt es dabei drei verschiedene Spielmodi. Der erste ist Battlegrounds und stellt das ganz normale Spiel auf Maps mit drei Lanes dar, bei dem ein Match auf 20 Minuten maximal begrenzt ist. In Elite Battlegrounds müssen alle Helden auch von Spielern übernommen werden und es gibt keine Zeitlimits, es wird also so lange gekämpft, bis eine Basis zerstört ist. Im Skirmish-Modus müssen 5 Helden gegen komplett vom Computer gesteuerte Gegner bestehen. Dazu gibt es noch die Möglichkeit im Custom-Mode diverse Kombinationsmöglichkeiten von Spielern und AI auszuprobieren.

Viele Helden, viele Fähigkeiten

Alle Helden haben natürlich verschiedene Fähigkeiten, die unterschiedliche Kampfstile hervorbringen. Die einen, wie Sauron, sind eher Nahkämpfer. Andere, wie Legolas, sind Fernkämpfer. Dann gibt es noch welche, die mehr auf Flächenschaden setzen und die, die starke Einzelangriffe durchführen und so weiter und so fort. Man hat also für so ziemlich jeden Geschmack einen Helden.

Die einzelnen Helden verfügen dabei über jeweils vier Fähigkeiten, drei normale und eine Superfähigkeit. Jede davon ist upgradebar wenn man im Level aufsteigt. Die Xbox-Version, die wir angespielt haben, war dabei sehr leicht zu steuern. Die Fähigkeiten sind schnell eingeprägt und gehen im Kampf leicht von der Hand. Aber genau darin liegt auch schon der für viele größte Kritikpunkt von Wächter von Mittelerde. Das Spiel ist sehr einfach aufgebaut und will das Genre deutlich merkbar an die breite Masse bringen. Core-Gamer werden davon jedoch schnell gelangweilt sein, da sie vier Fähigkeiten nicht allzu viel Platz für ausgefeilte Taktiken lassen und auch der Rest des Spiels im Vergleich zu LoL oder DotA doch recht einfach ist.

Fazit

Der Herr der Ringe: Wächter von Mittelerde hat sich die Spielmechanik von DotA genommen und sie eingängiger und auch leichter gemacht. Wer sich bereits in der Welt von League of Legends oder Defense of the Ancients wohlfühlt, der wird wohl an Wächter von Mittelerde nicht viel finden. Fans von Der Herr der Ringe, die neu im Genre sind, sollten jedoch auf jeden Fall mal einen Blick auf das Spiel riskieren!

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