BATMAN digital – Ein paar Mutmaßungen

BATMAN digital – Ein paar Mutmaßungen

von am 26.08.2020 - 14:44
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Rocksteady haben mit ihrer Arkham Serie einen gewaltigen Meilenstein für Lizenz-Umsetzungen gelegt und zudem auch noch ihr eigenes Universum geschaffen. Hierbei wurden Kino, TV und Comics gleichermaßen berücksichtigt und es war besonders ein wichtiges Kriterium jederzeit erfüllt: Spürbare Fan-Liebe! Noch nie war die Figur des dunklen Ritters besser eingefangen worden und auch sämtliche Nebenfiguren, wie auch Schurken, haben wir in passenden Szenarien erleben dürfen. Jetzt wurden gleich 2 neue Spiele aus dem DC Universum um Gothams Helden angekündigt, bei dem sich aber keines seiner Figur direkt widmet. Was bedeutet das für die Zukunft? Und werden wir in den nächsten Jahren überhaupt noch mal in das Fledermaus-Kostüm hüpfen können, ohne einen kompletten Reboot der Reihe? Hängen die Teile überhaupt zusammen? 

Ein Tod in der Familie

Das Batman Universum von Rocksteady ist keine simple Abhandlung von Comic-Erzählungen der letzten Jahrzehnte. Stattdessen öffneten die Entwickler die Tür für mannigfaltige Möglichkeiten innerhalb des Batman Kosmos. Allen voran bot Arkham City das breiteste Spektrum an Optionen für die nachfolgenden Jahre. Two Face, der Pinguin, Joker, Hush, Killer Croc, Mr. Freeze, Poison Ivy und viele weitere Figuren wie Clayface und der verrückte Hutmacher fanden bereits ihren Platz in der Reihe. Und sogar Azrael, der Fans nicht nur aus dessen eigener Serie, sondern auch aus der legendären BATMAN – No Man’s Land Reihe bekannt sein dürfte, fand seinen Platz in Rocksteadys Interpretation des Stoffes.

Die Arkham Trilogie beeinflusste die Wahrnehmung von Comic-Lizenzen in Videospielen maßgeblich.

 

Die neuen Ankündigungen belassen es aber keinesfalls bei bereits angeheizten Kesseln. Stattdessen wird direkt anderweitig weitergebraut. Das Suicide Squad bekommt seinen ersten eigenen Videospielauftritt von Rocksteady spendiert und die Bat-Familie wird von Warner mit Gotham Knights ins Rennen geworfen.

Nach dem Ende von Arkham Knight ist das aber auch ein nachvollziehbarer Schritt, denn egal wie es um Bruce Wayne und seine Heldenrolle steht, kann man schon jetzt sagen, dass man dem Comic-Universum erneut einen Schritt entgegen kommt.

Gotham Knights geht vom Tod des dunklen Ritters aus und tatsächlich handelt es sich um eine Gegebenheit, die auch Comic-Veteranen in DCs Infinite Crisis bereits durchstehen mussten. Zwar war das Ableben von Batman ganz anderen Gegebenheiten geschuldet, die zu einem der größten Events neben Flashpoint (dem gewaltigen Comic-Reboot von DC) gehören, aber bei der eigens konzipierten Geschichte der Arkham Trilogie, die ihren Fokus ganz klar auf Batman legte, macht auch diese Wendung der Ereignisse absolut Sinn.

Battle for the cowl

Gerade Batmans Tod könnte die Gotham Knights, bestehend aus Nightwing, Robin, Red Hood und Batgirl, auf den Battle for the cowl vorbereiten.

Einzig fragwürdig bleibt, ob das Spiel inhaltlich überhaupt an die Arkham Teile anknüpft, denn da es sich bei Batgirl um Barbara Gordon handelt, was zeitlich nicht ganz passt, da sie eigentlich noch als Oracle im Hintergrund unterstützen müsste und an einen Rollstuhl gefesselt sein sollte, könnte es sich auch um ein komplett anderes Universum handeln. Dem Trailer zufolge sieht man Barbara allerdings stehend neben ihrem Rollstuhl. Wie viel Zeit ist also, sollte doch ein Zusammenhang zur Arkham Story bestehen, vergangen? Da auch Jim Gordon anscheinend nicht mehr am Leben ist, stellen sich unzählige Fragen. Tatsächlich ist es aber auch wahrscheinlich, dass Gotham Knights ein eigenes erzählerisches Universum behandelt und keinen direkten Kontext zur Arkham Trilogie herstellt. Die Idee den ‘Battle for the cowl’ – Handlungsstrang aufzugreifen scheint aber trotzdem relevant, denn immerhin geht es um die Nachfolge von Bats und bietet diverse Möglichkeiten für das Einbinden von ganz anderen Figuren und Serien, wie den tatsächlichen Birds of Prey, die eigentlich keinen direkten Zusammenhang mit Harley Quinn haben. Diesen Umstand haben wir nur dem letzten Realfilm zu verdanken. 

Eine weitere Theorie gibt es aber dennoch… 

Was wäre wenn des Rätsels Lösung weitaus einfacher ist? Was wäre wenn die Erzählung einen Verlauf nimmt, der ein paar zeitliche Etappen benötigt? 

Die Theorie 

Hier eine Theorie, die es möglich machen würde das Arkham Setting nun mit den Gotham Knights fortzusetzen. Dafür bräuchte es 3 Phasen im Storytelling:

Phase 1

Batman ist allgemein totgeglaubt nach dem Ende von Arkham Knight.  Batmans Knightfall Protokoll, bei dem Wayne Manor komplett zerstört wurde, ist unterwandert worden und Batman, genauso wie Jim Gordon, werden Opfer einer Entführung. Der mysteriöse Court of Owls, der im ersten Trailer zu Gotham Knights imposant eingeführt wurde, lässt nun Gordon und Bruce verschwinden und auch die Bat-Familie geht vom Tod der Retter Gothams aus. 

Erst hier erhalten Nightwing, Robin, der mittlerweile wieder bekehrte Jason Todd (Red Hood) und Barbara Gordon (zu diesem Zeitpunkt noch Oracle) die automatische Nachricht von Batmans Tod. 

Phase 2:

1 bis 2 Jahre später haben sich die 2 ehemaligen Robins (Dick Grayson, Jason Todd) , Tim Drake (weiterhin Robin) und Barbara Gordon zu den Gotham Knights zusammengeschlossen. Barbara hat eine Behandlungsmethode gefunden, die sie aus dem Rollstuhl befreit hat und schlüpft fortan wieder in ihr altes Kostüm als Batgirl. 

Die Gangster Gothams sind natürlich nicht still geblieben und versuchen erneut die Oberhand zu gewinnen. 

Tim Drake, der auch Anführer der Young Justice ist, glaubt nach diversen Ermittlungen und Nachforschungen nicht daran, dass Bruce wirklich gestorben ist und bittet die Justice League um Erlaubnis mit ihrer Technologie weiter nach Bruce zu suchen. Diese Entwicklung könnte über kurz oder lang auch endlich den Weg zu Red Robin für Tim öffnen. Nightwing ist in der Zwischenzeit immer mehr am Zweifeln, ob es nicht sinnvoll wäre Gotham seinen dunklen Ritter zurück zu bringen und selbst in das Batman-Kostüm zu schlüpfen, traut sich aber aus Respekt vor dessen Erbe nicht.

Jason Todd hingegen hatte zuvor versucht als Einzelkämpfer gegen Gothams Unterwelt anzutreten und nach einigen Rivalitäten mit Dick, erkannte er schließlich doch, dass er innerhalb der Bat-Familie besser aufgehoben ist. Einen großen Anteil an dieser Einigung hatte vermutlich gerade Barbara, die die Familie zusammen hält. 

Phase 3:

Nach diversen Kämpfen mit bekannten Schurken und Erzfeinden der 4 Helden, kommt immer mehr der geheimnisvolle Court of Owls auf den Plan, der irgendwie überall seine Krallen mit im Spiel hat und die Bat-Familie nun auch mehr und mehr als Bedrohung wahrnimmt. 

Tim erkennt die neuen Gegner in Gothams Straßen und findet immer mehr Hinweise auf das Überleben von Bruce und Jim Gordon. Genügend Motivation um die 4 geeint in den Kampf ziehen zu lassen und Batman zurück in die eigenen Reihen zu holen. 

Batman… ähhh… The Suicide Squad VS Superman

Die Wahrscheinlichkeit um eine Fortsetzung des Arkham Universums bietet sich hier weitaus wahrscheinlicher an. Rocksteady arbeiten nämlich selbst an diesem Spiel. Hier ist eher die Frage nach der tatsächlichen Relevanz der Arkham-Story.

Das Spiel ist nach Metropolis verlegt, wo eigentlich Superman den Schirm schützend über die Stadt hält. Dass das Suicide Squad hier eingesetzt wird ist nicht sonderlich abwegig, denn immerhin sind die Geschichten um die beiden Städte und deren Helden seit Jahrzehnten miteinander verknüpft.

Es sieht danach aus, dass Brainiac die Stadt angegriffen hat und seinen größten Widersacher Superman unter Kontrolle gebracht hat. Da das Spiel allerdings Suicide Squad – Kill the Justice League heißt, ist es durchaus möglich, dass auch Aquaman, Green Lantern, Wonder Woman, Flash, der Martian Manhunter und eben auch Batman auftauchen.

Und so interessant es auch wäre, aber wirklich nötig ist es eigentlich nicht hier auf die Geschichte zwischen Arkham Knight und Kill the Justice League einzugehen. 

Egal wie man es dreht und wendet…

Natürlich wäre eine Fortsetzung der vorherigen Rocksteady Games inhaltlich schön. Letztlich kommt es aber auf das Endprodukt der jeweiligen Games an, welche in den nächsten 2 Jahren erscheinen. 

Spannend wird es sicherlich und besonders das kooperative Gameplay bei beiden Spielen könnte nochmal richtig Spaß bringen. 

Die Zukunft des dunklen Flattermann selber ist jedoch ungewiss. Zu vielfältig sind die Optionen mit denen Gothams schützender Schatten uns wieder als Hauptfigur an den Bildschirm fesseln könnte. Und auch wenn besonders meine Hoffnungen bei Gotham Knights sehr ausgedehnt sind, bin ich immer auch ein Freund davon, mich von gänzlich neuen Ideen begeistern zu lassen. 

So erwarte ich die beiden Spiele mit größter Spannung und bin schon neugierig welche Wege man mit Gotham Knights und Suicide Squad einschlägt und welche Türen man mit diesen Titeln für die Zukunft öffnet. 

 

Über Daniel Machut

Ich bin Chefredakteur bei KRAUTGAMING ! Aufgewachsen in der Steinzeit des Gaming, bin ich noch heute unterwegs in den unterschiedlichsten Welten. Hyrule, Rapture, Eos, das viktorianische London, Sondereinsätze auf der ganzen Welt und selbst die dunklen Tiefen des Weltraums habe ich nicht gescheut. Hier sollt ihr mehr von meinen Reisen in den virtuellen Weiten erfahren...

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