Sei ein Hühnerbeschwörer in Hyrule Warriors

Sei ein Hühnerbeschwörer in Hyrule Warriors

von am 06.08.2014 - 19:00

Ein neues Spiel, ein neuer Nintendo Direct – Nintendos Marketing-Sendung brachte uns wieder einen Schwung an Informationen. Im Fokus stand dieses Mal Hyrule Warriors, mit dem Nintendo die Legend of Zelda-Serie in eine ganz neue Richtung wirft.

Wer mehrere Titel der Zelda-Reihe gespielt hat (und wer hat das nicht), hat vielleicht ein Muster entdeckt: Geh in das Verlies/den Tempel/die Höhle, finde den Bumerang/den Enterhaken/den Kochlöffel, löse damit Rätsel, erledige den Endgegner und dann ab zum nächsten Tempel/Sumpf/Sexdungeon. Dieses Kerngameplay ist seit den 80er Jahren so erfolgreich, dass es unzählige Nachahmer inspirierte – etwa das grandiose Okami, die Comic-Umsetzung Darksiders oder das Code-Abenteuer Hack’n’Slash von Double Fine.

Mit Hyrule Warriors streift Nintendo dieses Muster ab und verbindet die Reihe mit der Dynasty Warriors-Reihe von Tecmo Koei. Wer nicht weiß, worum es in Dynasty Warriors geht, darf sich mit diesem Trailer einen Eindruck machen. Wer keine Zeit dazu hat: Verzerrte Gitarren und ein Haufen Typen, die eins auf die Glocke kriegen. Klingt wie Metal-Festival, ist auch fast so, und bekannt für historische Authentizität.

Ob diese Fusion funktionieren wird, müssen wir abwarten. Doch nach allem, was Nintendo im neuesten Nintendo Direct zeigen wollte, sieht Hyrule Warriors zumindest nach einem tollen Trash-Fest für Zelda-Fans aus.

Erinnert ihr euch noch, wie ihr King Dodongo besiegt – nämlich, indem ihr eine Bombe in seinen Rachen werft? In Hyrule Warriors ist es nicht nur eine Bombe, sondern mindestens fünf. Link kann außerdem seinen Enterhaken benutzen, um den Mond aus Majoras Mask zu Boden zu ziehen, um so seine Gegner zu zerdrücken. Ganz recht – der Mond. Aus Majoras Mask. Letztendlich war’s wohl doch nicht so wichtig, ihn aufzuhalten.

Link ist jedoch nicht die einzige spielbare Figur, die in Hyrule Warriors wartet – Zelda selber schwingt ihre Klinge. Richtig gelesen, meine lieben Social Justice Warriors: Endlich dürfen wir in einem Zelda-Spiel auch das Mädchen vom Titel spielen. Doch nicht nur sie, denn zum Einsatz kommen auch die Sheikah-Samurai-Dame Impa, Fischprinzessin Ruto, Käfersammlerin Agitha, Schwertbewohnerin Fi, Sheik und was auch immer ein Midna ist. Weitere spielbare Figuren sind der Gorone Darunia, Zant, Dämonenlord Girahim und, ähm, ein Kerl namens GANONDOOF, doch den kennen nur die echten Zelda-Nerds, glaube ich.

Außerdem führen die Entwickler eine komplett neue Figur ein: Lana, die blauhaarige Trägerin eines Zauberbuchs, mit dem sie Wände und Blöcke aus Licht erschafft, unter denen sie ihre Widersacher zerdrückt. Das könnte frische Luft in Nintendos muffigen Figurenstall wehen, riecht aber auch etwas nach einem Poochie. Auf der anderen Seite kann sie gigantische Hühner beschwören, wodurch sie mir das Spiel gerade verkauft hat.

Nintendo stellte außerdem den Adventure-Mode vor. Hierin steuern wir Link auf einer 8-Bit Karte des ersten Legend of Zelda-Abenteuers, auf dem jeder Block eine eigene Herausforderung darstellt – etwa “Bring 300 Gegner um die Ecke, denn du bist ein Hyrule WARRIOR, kein Hyrule WASCHLAPPEN.” Wenn der Spieler die Mission beendet, öffnet sich ein weiterer Abschnitt auf der Karte. Mit speziellen Gegenständen kann der Spieler außerdem Geheimnisse auf der Karte finden.

Für Sofapupser, die gerne zu zweit vor der Konsole hocken, baut Tecmo Koei außerdem einen Zwei-Spieler-Modus ein. Hierbei spielt einer der Spieler auf dem Gamepad, während der andere das Geschehen auf dem Fernseher steuert. Um eine stabile Framerate zu halten, verringert Nintendo die Auflösung dabei etwas.

Zuletzt stellte Nintendo noch ein paar Kostüme vor, die exklusiv für Vorbesteller bei bestimmten Ketten sind – die genauen Ketten nennt Nintendo jedoch nicht, mit dem Hinweis, wir sollten “die Augen offen halten.” Der Spaß soll vorraussichtlich am 26.09.2014 erscheinen.

 

 

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