Trion – Erste Eindrücke zu Rift und End of Nations

Trion – Erste Eindrücke zu Rift und End of Nations

von am 21.08.2010 - 10:45

Online-Spiele, besonders welche aus dem Bereich des Massive Multiplayer Online Gamings sind derzeit hoch im Kurs. Viele ähneln sich dabei und werden einfach Teil der großen, grauen Masse. Hin und wieder gibt es aber auch besondere Spiele dieses Genres. Wir waren bei Trion und haben uns zwei dieser Geheimtipps genauer zeigen lassen.


Das erste Spiel, das uns gezeigt wurde war dabei Rift, ein MMORPG. Das Spiel von Trion Worlds spielt auf dem Planeten Talara und wirkt auf den ersten Moment wie jedes andere Spiel dieser Art auch. Das änderte sich allerdings bereits, als die Präsentation anfing. Die Geschichte von Rift dreht sich um die beiden wählbaren Fraktionen, die Guardiens, die sich als die Besten der Besten sehen und vor allem mächtige Assassinen hervorbringen, und die Defiants, ein sehr skeptischer Völkerzusammenschluss, die den Guardians die Schuld an allem schlimmen geben wollen. Jede Fraktion wird dabei durch jeweils 3 Rassen vertreten, die mit besonderen Rassenfähigkeiten aufwarten, mit denen man wiederum viele Klassen spielen kann, wie Magier oder Schurken. Allgemein kann man die Klassen in vier Gruppen unterteilen: Krieger, Schurken, Magier und Kleriker.

So weit, so gut, bis hierhin war auch für uns nichts wirklich neues oder unbekanntes dabei. Dann gingen die Entwickler allerdings auf die Talententwicklung und Spezialisierung der Klassen ein. Und hier zieht Rift eindeutig eine Linie und grenzt sich von all den anderen MMORPGs ab. Zwar sieht auch hier alles normal aus, man kann im Talentfenster drei Talentbäume sehen, doch der erste Blick täuscht! Denn bei Rift hat jede Klasse ganze 8 individuelle Talentbäume, von denen man immer drei aktiv haben kann. So bietet Trion Wolds’ MMORPG deutlich mehr Freiheit die eigene Klasse in eine bestimmte Richtung zu entwickeln. Mit den unterschiedlich skillbaren Talentbäumen hat man so seine ganz eigene Klasse. Und genau das haben die Entwickler auch beabsichtigt, denn sie wollen dem Spieler keine Klasse vorgeben, die er zu spielen hat, jeder Spieler soll selbst entscheiden dürfen, in welche Richtung man seine Klasse entwickeln lässt. So kann man zum Beispiel als Schurke die Talentbäume Ranger, Nightblade und Marksman verbinden, womit man durch die ersten beiden Bäume einen schlagkräftigen Charakter spielt, der aber durch den dritten Talentbaum auch schnell wieder aus brenzligen Situaionen verschwinden kann. Oder man rüstet seinen Schurken mit einem Gift-Talentbaum aus, der ganz das tut, was der Name schon vermuten lässt. Hinzu kommt noch, dass man sich ganze 4 Talentbaumkombinationen abspeichern und dazwischen hin und herwechseln darf. Die Charakterdefinierung bietet also fast unbegrenzte Möglichkeiten, die so vielseitig sind, wie in kaum einem anderen Spiel.

Die Story, die man dabei in Form von Quests durchspielt, ist je nach Wahl der Fraktion unterschiedlich, soll aber laut den Entwicklern auf einen Fixpunkt zulaufen. Talara, also die Welt, in der man sich bewegt, ist dabei liebevoll designed und sieht außergewöhnlich aus. Bläulich schimmernde Bäume, ungewöhnliche Bauten oder auch Wälder mit durch die Luft schwebenden Lichtern warten hier auf den Spieler. Talara ist dabei auch enorm groß und wird sehr viel Spielraum für Entdecker bieten. Die Grafik an sich überzeugt für ein MMORPG sehr. Kontraste sind gut zu erkennen, Farben sind kräftig und Texturen, zumindest in der gezeigten Version, größtenteils ebenfalls sehr gut.

Die Welt wartet dabei aber auch mit diversen Gefahren auf. Neben den gewöhnlichen Monstern, die auch in allen anderen Genrevertretern herumlaufen, hat sich Trion etwas besonderes einfallen lassen. Denn in der Welt von Rift gibt es sogenannte Footholds. Das sind sich entwickelnde Stationen von NPC Gegnern, die drei Stufen durchlaufen. In der ersten Stufe sind dabei noch wenige und schwächere Gegner in dem Spot, in der nächsten schon schwierigere und vor allem mehr, als Foothold aber kann so eine Gefahrenquelle sogar Invasionen auf andere, gute NPCs durchführen und ist nur noch schwer zu vernichten. Man sollte also darauf achten, solche Footholds schon im ersten Stadium zu besiegen. Diese Footholds sind dabei aber nicht nur von einer Fraktion, sie können den Elementen, also Feuer, Wasser, Luft und Erde oder aber Tod oder Leben angehören. Auch Footholds der eigenen Fraktion im gegnerischen Gebiet sind möglich.

PvP gibt es in Rift natürlich auch. Dafür wurden spezielle Zonen eingerichtet, in denen dann Typen wie Capture the Flag gespielt werden können, oder aber in speziellen, offenen PvP Gebieten, in denen sich die beiden Fraktionen einfach so die Köpfe einschlagen können. Instanzen wird es ebenfalls geben. Eine davon, nämlich die unterirdische Goblinstadt The Darkening Deeps, wurde uns dabei schon kurz gezeigt.

Insgesamt macht Rift einen seht guten Eindruck und begeistert schon jetzt vor allem durch die großartige Vielfalt an Möglichkeiten zur Talententwicklung. Geplant ist ein Release 2011, das Spiel wird dann ein Abo-Modell besitzen.

Das zweite Spiel, das uns vorgestellt wurde, war das von Petroglyph entwickelte MMORTS (Massively Multiplayer Online Real-time Strategy) End of Nations. Hier haben sich die Entwickler für ein Zukunftsszenario entschieden, in dem eine weltweite Wirtschaftskrise zu einem herrschenden, totalitären System geführt hat, die Order of Nations. Die muss man bekämpfen, wozu man drei Klassen zur Auswahl hat: Tank-, Artillery- und Strike-Commander.

Gemäß einem Strategiespiel hat jede der drei Klassen andere Truppen, die man einsetzen kann. So hat der Tank-Commander eben vor allem große, dicke Panzer zur Verfügung, der Artillery-Commander vor allem Luftstreitkräfte und der Strike-Commander vor allem Truppen zum schnellen Vorstoß. Bevor man sich aber in die wirklich groß angelegten Schlachten wirft, sollte man einen Blick in das Menü werfen, das sowohl als Soziale Plattform – in einem Newsticker laufen ständig Informationen über aktuelle Schlachten oder aber Ereignissen von Freunden – aber auch als Einstellungsort für die Schlachten dient.

Das grundlegende Spielprinzip liegt dann darin, dass man mit der Zeit eine sehr große Armee in seinem Hauptquartier aufbaut, mit der man dann in die einzelnen Schlachten zieht. Das Hauptquartier ist dabei von Feinden nicht angreifbar und liegt auch außerhalb jedes Kampfes. Wählt man dann die Truppen für ein Gefecht aus, muss man immer auf das Punktelimit der jeweiligen Schlacht achten. Denn jede Einheit hat eine bestimmte Anzahl an Punkten, sodass man eben nur begrenzt viele Einheiten mitnehmen kann, je nach Schlacht unterschiedlich. Schlecht, denkt ihr? Im Gegenteil, denn so gibt es nur ein umso besseres Balancing. Wollen beispielsweise ein Spieler auf Level 10 und einer auf Level 40 gegeneinander Kämpfen, können sie dies ohne Probleme auf einer Karte mit geringem Punktelimit tun.

Gekämpft wird dann eben in einzelnen Schlachten, die aber einem größeren Zweck dienen. Die Schlachten sind nämlich auf einer Weltkarte plaziert, auf der man sich für eine von zwei Parteien entscheidet. Dann wird um Territorium gekämpft. In den Schlachten selbst wird in dem Modus, der uns gezeigt wurde um sogenannte Victory Points gekämpft, die man beispielsweise durch eroberte Orte bekommt.

Abseits dieses PvP Modus kann aber auch eine Kampagne gespielt werden. Solisten können das gerne alleine versuchen, schlauer ist es jedoch wenn man auch die Kampagne mit Hilfe anderer Spieler durchspielt. So ist sie einfacher und man steigt schneller im Level auf.

Geplant ist derzeit übrigens, wie auch bei Rift, ein Abo-Modell. Die Höhe des monatlich zu zahlenden Betrags wird abere

 erst entschieden. Zeit ist dazu noch genügend, da das Spiel erst irgendwann 2011 auf den Markt kommen soll. Bislang sieht End of Nations aber schon vielversprechend aus. Es könnte auch endlich ein Titel sein, der die MMORTS Spiele etwas mehr in den Vordergrund rückt. Wir sind zuversichtlich.

Hier noch einige Bilder zu beiden Spielen:

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