Diablo 3 angespielt

Diablo 3 angespielt

von am 19.08.2010 - 16:23

Es ist DER Stand der gamescom. Tausende Besucher stellen sich freiwillig über vier Stunden an, um das Spiel zu sehen. Gemeint ist natürlich Blizzard mit seinem Hack and Slay Diablo 3. Auf der gamescom könnt ihr zwischen vier verschiedenen Charakteren wählen um euch durch die riesigen Monsterherden zu schnetzeln. Diese einmalige Gelegenheit haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und haben das Spiel für euch angespielt.

Im Blizzard-Zockertempel könnt ihr euch entweder für den Hexendoktor, den Barbar, die Zauberin oder den Mönch entscheiden. Doch später mehr zu den einzelnen Charakterklassen. Nach der Klassenauswahl startet ihr in einem Sandlevel. Dieser ist zwar nett anzusehen, aber doch leider etwas eintönig geraten. Für die gamescom hätte man sicherlich einen grafisch etwas ansprechenderen Level aussuchen können. Aber Diablo hat ja noch nie wegen seiner Grafikpracht, sondern vielmehr wegen seines Suchpotenzials und seiner einfachen Bedienung geglänzt. Und genau in diesen Punkten knüpft der dritte Teil der Monsterhatz nahtlos an seine Vorgänger an. Wer Diablo II gespielt hat wird auch sofort mit der Steuerung vertraut sein. Denn die ist so ziemlich die gleiche geblieben. Einzige Änderung die sofort auffällt, ist die Möglichkeit, die rechte Maustaste mit zwei verschiedenen Spells belegen zu können. Mittels der TAB-Taste wechselt ihr zwischen den beiden Spells.

Neu sind auch die Health Orbs, die manche Gegner fallen lassen. Diese regenerieren, wie der Name schon vermuten lässt, einen kleinen Teil eurer Gesundheit. Das ist zwar keine bahnbrechende Innovation, aber eigentlich eine ganz nette Idee. Die anderen Neuerungen bei Interface und Inventar sind auch eher unauffälliger Natur. So ruft ihr die Karte nicht mehr über TAB auf, anstattdessen ist sie ständig in der rechten Ecke des Bildschirms sichtbar. Auch das Inventar wurde etwas überarbeitet und es wurden einige Rüstungsteile hinzugefügt, wie zum Beispiel Schulterpolster und Hosen. Eine weitere Änderung ist zwar auch klein und unscheinbar, verspricht aber den Spielspaß um einiges zu erhöhen. So kämpft ihr in Diablo 3 zwar immer noch gegen unzählige Monsterherden, es finden sich aber des öfteren mal etwas stärkere Gegner, die nicht mit zwei einfachen Messerstichen erledigt werden können. Zwar kann man nicht von Zwischenbossen reden, aber zumindest bringen sie mit ihren einzigartigen Angriffen ein Fünkchen Taktik mit ins Spiel.

Der wohl interessanteste Aspekt an der teuflischen Itemjagd sind die Klassen. Wir haben den Barbar als klassischen Nahkämpfer sowie den Hexendoktor getestet. Der Barbar setzt auf pure Manneskraft; sein schlagfertigstes Argument ist sein Schwert. Gewohnt einfach verarbeitet er Wüstenmonster zu Ragout und der starke Rundumschlag befreit ihn selbst dann wenn er von unzähligen kleinen Angreifern umzingelt ist. Ein purer Kraftprotz also, der mithilfe seiner Schwerter, Äxte und Streitkolben einfach und effektiv gegen seine Widersacher vorgeht.
Der Hexendoktor hingegen ist eine interessante Mischung aus Nah- und Fernkampf. Gerade diese Kombination macht den Hexendoktor so interessant, aber auch vergleichsweise schwierig zu spielen. Dabei erinnert er mit seinen Zombiebeschwörungen leicht an den Totenbeschwörer aus Diablo II, setzt aber noch mehr auf Nahkampf. Bewaffnet mit einem Dolch macht ihr euch auf den Weg, die Monsterhorden zu bekämpfen. Dabei kann er aus der Entfernung Brandbomben werfen, was sich als äußerst effektiv erweist. Sollte der Hexendoktor einmal in Bedrängnis geraten und von fiesen Monstern umzingelt werden, kann er ihnen einfach mit dem Spell “Entsetzen” Angst einjagen und sie somit vertreiben. Dann noch eine Brandbombe hinterherwerfen und die Sache ist gegessen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Diablo 3 das Hack and Slay Genre sicherlich nicht neu erfinden wird. Es handelt sich im Prinzip um eine grafisch aufpolierte und mit neuen Klassen versehene Version von Diablo II. Dies ist aber nicht als Kritik zu sehen, da Diablo 2 ein nahezu perfektes Spiel darstellt. Wer also den Vorgänger mochte wird auch den neuesten Teil lieben, der allerdings zum Leidwesen vieler passionierter Monsterjäger nicht vor 2012 erscheinen wird.

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