“The Last of Us” im Preview
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Zwanzig Jahre nachdem ein wütender Pilz einen Großteil der Menschheit getötet hat, schlagen sich der Schwarzhändler Joel und die 14-jährige Ellie durch den Busch der von der Natur zurückeroberten USA. So weit so Zombie-Standard, doch The Last Of Us mach vieles anders, vieles vorsichtiger, vielleicht behutsamer und vieles unfassbar gut! Wir haben es uns angesehen.

Wir folgen einem kleinen Bach durch eine verwilderte Natur, die Sonne wirft ihre Strahlen durch die fast geschlossene Blätterdecke und man könnte fast an einen Camping-Trip von Vater und Tochter denken, wenn in der Ferne nicht der Eingang zu einer verlassenen, heruntergekommenen Siedlung die Idylle zunichtemachen würde.

Fast schon unerträglich ruhig hangelt, klettert und rätselt man sich über den Zaun, nur um im nächsten Moment einem der Infizierten gegenüberzustehen, um ihn mit einem zuvor gefundenen Stein nieder zu strecken. Und hier beginnt das Konzept von The Last Of Us aufzugehen.

In einem gefühlvollen Hin und Her zwischen eindrucksvollem Ausblick, kniffligen Rätseln und Kampf mit allen Mitteln, nur um zu überleben erzählt Entwickler Naughty Dog die Geschichte von der jungen Ellie und dem abgestumpften Joel, die konfrontiert vom Leben nach dem Ende der Welt ihren Weg finden müssen.

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Story

Im Gegensatz zu anderen 08/15 Zombie-Stories gibt es in The Last Of Us keinen tödlichen Virus, der alle dahin rafft und wieder auferstehen lässt. Die Entwickler haben sich für die etwas elegantere, weil realistischere Variante des Pilzes namens “Ophiocordyceps unilateralis” entschieden, der das Verhalten des Menschen manipuliert und tötet.

Zwanzig Jahre nach dem Ausbruch sind die Überlebenden der USA in Quarantäne-Zonen versammelt und werden von einer harten Militärregierung kontrolliert. Im Schwarzhandel zwischen diesen Zonen arbeitet Protagonist Joel, welchem auf unangenehme Umstände hin das Versprechen abgenommen wird, die 14-jährige Ellie von dem herrschenden Regime weg zu führen und zu einer Widerstandsgruppe namens “Fireflies” zu bringen.

Im Folgenden müssen sich Ellie und Joel nun durch das von der Natur zurückeroberte Amerika schlagen und kämpfen nicht nur gegen die Infizierten, sondern auch gegen das, was nach 20 Jahren noch von der menschlichen Gesellschaft übrig geblieben ist und außerhalb der Zonen um sein überleben kämpft.

Gameplay & Setting

The Last Of Us spielt sich genau so, wie man es von einem modernen Adventure mit Shooter-Elementen kennt und erwartet. Der Teufel steckt auch hier im Detail, denn der Entwickler Naughty Dog hat sich auch nicht das letzte Quäntchen Realität nehmen lassen.

So kann man sich mitten im Kampf nicht mal eben so ein Med-Pack craften, oder an sich anwenden. Auch die Kontext-Menüs stoppen die Zeit im Spiel nicht, sodass man sich genau überlegen sollte, ob man nun ein Päuschen einlegen möchte oder doch mal ein Blick über die Schulter riskiert.

Anscheinend knackig gestaltet sich auch der Schwierigkeitsgrad. So wurde zumindest gemunkelt, dass einige Journalisten-Kollegen beim Anspielen den Schwierigkeitsgrad herunter gedreht haben und dass der PR-Vertreter bei der Schlüsselszene der Präsentation nicht nur ein Mal das Zeitliche gesegnet hat, spricht dann auch für die These.

Fazit

_bmUploads_2013-05-14_2390_joel attacks clickerAuch wenn mich der eine oder andere PRler für den Vergleich wohl schlagen würde, aber mir geht bei The Last of Us der Vergleich zu The Walking Dead von Telltale Games nicht aus dem Kopf. Letzteres zeigte uns als klassisches Point & Click Adventure im Herbst letzten Jahres wie Character Bonding und eine mitreißende Story im Zombie-Setting funktionieren müssen.

Bei den Parallelen in Charakter (Harter Mann und zerbrechliches Mädchen) und Setting (Zombie-Apokalypse) erforschen beide Spiele die Abgründe der menschlichen Moral im Angesicht des eigenen Überlebens. Und die verblüffende Gleichheit (wenn man von Genre und Stil absieht) schadet keinem von beiden Spielen, zumindest mich interessiert brennend, wie Naughty Dog das Thema interpretiert hat.

Auch in der Einzelbetrachtung von The Last of Us erwartet uns wohl ein grundsolides Action Adventure, welches bisher mit großartigem Setting inklusive Survival und Horror Elementen überzeugen möchte. Bei Uncharted Entwickler Naughty Dog habe ich aber in der Tat wenig sorgen, das Spiel gehört wohl zu den letzten System Sellern, die diese Generation erleben wird.

Über Hendrik Luehrsen

Hendrik ist Projektleiter und Gründer von Krautgaming. Nach seinem Ausstieg beim Web-TV Sender wollte er seiner Liebe zum Thema Videospiele weiterhin Ausdruck verleihen und gründete so Krautgaming. Heute ist Hendrik Geschäftsführer bei der Agentur Luehrsen // Heinrich und kümmert sich hauptsächlich um die technische Weiterentwicklung und Koordination der Plattform.

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