PS4 – Das PlayStation Meeting in der Analyse
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Das PlayStation Meeting 2013 ist zwar Geschichte, der Eindruck einer aber etwas mauen Ankündigung der PS4 bleibt. Was geschah, welche Spiele wurden angekündigt und was wird Sonys PlayStation 4 draufhaben? Erfahrt es hier, in unserer Zusammenfassung des Meetings!

Als Sony zu einer Pressekonferenz lud auf der die Zukunft des Gaming vorgestellt werden sollte, war eigentlich schon klar, dass man Microsoft zuvor kommt und die PlayStation 4 ankündigen würde. Seitdem kursierten viele Gerüchte, welche von einem Onlinezwang bis hin zu fehlender Rückwärtskompatibilität reichten, jedoch haben wir nun Gewissheit zu den meisten Aspekten der PS4. Hier ein kleiner Round-Up zu Sonys neuer Konsole.

Die Konsole an sich

Wie erwartet wird Sonys Next-Gen-Konsole den Namen PlayStation 4 tragen und nicht den Projektnamen Orbis übernehmen, was wir auch sehr befürworten. Die Technik der PS4 ist einem PC nachempfunden und so sehen auch die dazugehörigen Spezifikationen aus. So wurde auf dem Event angekündigt, die PS4 würde mit verbesserten Grafik-Chips, 8GB Arbeitsspeicher, zwei separaten CPUs und einer Festplatte auf den Markt kommen. Äußerte man sich auf dem Event noch sehr schwammig über die tatsächliche Hardware, veröffentlichte Sony sofort nach dem Meeting die feststehenden Spezifikationen.

PS4 Hardware

Eine weitere Neuerung der PS4 ist der Suspend Mode, in welchem sich die Konsole befindet, sollte man sie ausschalten. Beim Einschalten der Konsole ist man durch diesen neuen Modus sofort wieder an derselben Stelle, wie beim Beenden der vorherigen Session. Wenn man uns fragt, ein sehr nützliches Feature, fällt dadurch doch das lästige aufsuchen von Speicherpunkten weg.

PS4 Suspende Mode

Viele Spieler stellten sich die Frage, ob die Next-Gen an Konsolen wider allen Gerüchten eine Rückwärtskompatibilität bieten wird und dies wird die PlayStation 4 leider nicht unterstützen, zumindest nicht Hardware-Technisch. Denn der Streaming Dienst Gaikai, welcher letztes Jahr von Sony aufgekauft wurde, wird für eben jene Kompatibilität zuständig sein. Somit sollen Spiele bis zum PlayStation 1 Zeitalter auf der PS4 via Streaming spielbar sein.
Dies ist aber nicht alles um das sich Gaikai kümmern wird, denn auch die PlayStation 4 benötigt ein vernünftiges Netzwerk, aber dazu später mehr.

PS 4 Cross Play

Als Letztes wird sich Gaikai auch noch für das Cross Play zwischen Vita und PS4 kümmern. Frei im Stile der Wii U wird es möglich sein, das Spiel auf die Vita zu verlagern, sollte man diese besitzen. Der ewige Streit um die abendliche Besetzung des Fernsehers ist dank Sony und Nintendo nun endlich gelöst.

Neben all diesen Sachen geiferten wir aber auf eine ganz bestimme Sache. Wir wollten einen ersten Blick auf die tatsächliche PlayStation 4 werfen, aber diesen Wunsch erfüllte man nicht. Es wurde leider kein einziges Bild der Konsole selber gezeigt, was an sich schade ist, aber macht dies doch nicht, wie man diversen Kommentaren zur PK entnehmen kann, die ganze Präsentation nichtig. Es kamen auch Gerüchte auf, dass Sony kein Bild der Konsole zeigt, um zu verbergen, dass kein optisches Laufwerk enthalten ist. Zum Glück wurde dies durch die offiziell angegebenen Daten dementiert.

Zum Schluss des Meetings gab Sony noch ein ungefähres Releasedate der PlayStation 4 bekannt. Diese soll pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Läden dieser Welt stehen.

Playstation 4

Das Wichtigste zur Hardware wurde nun gesagt, aber eine neue Konsole impliziert auch einen neuen Controller und jener kommt im Form des DualShock 4-Pads.

DualShock 4 – Der neue Controller

Schon im Vorhinen sickerten Bilder eines angeblichen Prototypen des PS4-Controllers an die Oberfläche und wer hätte damals gedacht, dass diese schon sehr nah an das fertige Produkt kommen. Der neue DualShock 4 Controller wird im Gegensatz zu seinem Vorgänger an Masse und Volumen abnehmen, jedoch wird sich das Design nicht all zu sehr ändern.

PS4 Controller

Die nach außen gewölbten Steuer-Knüppel sind einer der größten Kritikpunkte an Sony Controllern und diese werden auch weiterhin bestehen bleiben. Wer nun aber Schlechtes denkt, dem muss gesagt sein, dass Sony daran dachte und einen erhöhten Rand anbrachte. Somit schafft Sony eine Wölbung, wie sie beim Xbox Controller gelobt wird, ohne jenen dreist zu kopieren.

Neben der Lösung des altbekannten Problems wird es auch neue Features auf dem PS4-Controller geben wie etwa den omnipräsenten Touchscreen. Dieser soll neue Input-Möglichkeiten ermöglichen und somit das Erlebnis der PS4 verstärken, wofür dieser jetzt aber tatsächlich verwendet werden kann wurde nicht bekannt gegeben. Auch neu ist ein Lichtsensor auf dem Rücken des Controllers, welcher im Zusammenspiel mit einer Stereo-Kamera namens PlayStation Eye die Ortung im Raum ermöglicht. Die aber wahrscheinlich am kontroversesten aufgefasste Neuerung ist der sogenannte Share-Button. Der Druck dieses Knopfes lässt euch sofort ein Bild oder ein Video auf verschiedenen sozialen Netzwerken wie zum Beispiel Facebook teilen. Dies ist alles Teil des neuen Social Media-Schwerpunktes der PS4, auf welchen wir in Form des Online-Dienstes zu sprechen kommen wollen.

Nach dem Event bestätigte Sony leider, dass der PS3-Controller nicht mit der PlayStation 4 kompatibel sein wird. Somit sind PS3-Besitzer gezwungen sich jegliche Konsolen-Peripherie neu zu kaufen.

Der Online-Dienst oder “Let’s share everything, everywhere, everytime!”

Es ist klar, dass ein neuer Online-Dienst kommt, sobald auch eine neue Konsole auf dem Markt erscheint und Sonys Devise hinter dem Dienst für die Next-Gen scheint “Let’s share everything, everywhere, everytime!” zu lauten. Aber alles schön Schritt für Schritt.

Die markanteste Neuerung am Online-Dienst dürfte wohl das Interface sein, welches sich in Richtung Xbox-Dashboard orientiert, ohne die Ästhetik des PlayStation Network zu verlieren. So erkennt man zwar in einigen Screens klar die “Kachel-Anordnung” wie wir sie schon von Microsoft kennen, ehe in einem weiteren Screen wieder der alte Einfluss des PSN zum Vorschein kommt. Auch zu erwähnen ist, dass man noch nicht weiß, wie Sony ihren neuen Online-Dienst nennen wird. Ob es bei PlayStation Network bleibt ist fraglich, aber am wahrscheinlichsten.

PS4 Network Design

Eine weitere Neuerung sind die Features des Share-Button. Sollte man diesen während des Spielens drücken, kann man entweder ein Bild hochladen oder ein Video aus vor Kurzem geschehenen Gameplay machen und dieses ohne Unterbrechung des Spieles auf Facebook und Co. posten. Hierfür wird sich Gaikai verantwortlich zeigen, wie auch für den gesamten Rest der PS4-Online-Präsenz.

Sony kombinierte auch Gaikais vorhandene Streaming-Einrichtungen, um diese für die PS4 zu benutzten. So wird es einen “Spectator Mode” geben, in welchem man ein Spiel über Ustream in die ganze Welt senden kann. Dementsprechend wird das Livestreaming von Spielen auf der PS4 revolutioniert, ist dies doch nun die erste Konsole mit dieser integrierten Funktion, es bleibt aber nicht nur beim Senden. Sollten Freunde zusehen, können diese Tipps geben und gegebenenfalls nützliche Items zur Verfügung stellen, um dem eigentlichen Spieler zu helfen. Dies ist ein Punkt der uns sehr gut an der PS4 gefällt, auch wenn mit Ustream eines der denkbar schlechtesten Streaming Angebote mit ins Boot geholt wurde.

PS4 Spectator Mode

Es wird auch eine Neuerung bezüglich Demos geben, denn sind diese doch für viele ein entscheidender Faktor bei der Überlegung, ob man sich jenes Spiel kaufen sollte. So wird Gaikai hier in alter Stärke wieder aufblühen und Demos aus dem PSN-Store direkt auf die eigene PS4 streamen. Hiermit fällt das lästige Herunterladen von mittlerweile mehreren Gigabyte großen Demos weg und der Spieler profitiert von dem sofortigen Spielspaß.

Sofort ist auch ein gutes Stichwort für die Zukunft der Download-Spiele auf der PS4. Anstatt wie bisher das gesamte Spiel herunterladen zu müssen, was natürlich lange Wartezeiten mit sich brachte, lädt die PlayStation 4 anfangs nur einen Bruchteil herunter, mit welchem man schon ohne Probleme spielen kann. Der Rest wird im Hintergrund heruntergeladen, während man sich schon in das gekaufte Spiel vertiefen kann.

Das soll es zur PS4, dem DuslShock 4 und dem Online-Dienst gewesen sein, aber die Ankündigung einer neuen Konsole ohne Vorstellung eines vernünftigen Spiele Line-Ups wäre Schwachsinn. Dies weiß Sony natürlich auch und so wurden im Laufe des Abends neue Spiele und Tech Demos vorgestellt.

Spiele! Spiele! Spiele!

Im Vorfeld des PlayStation Meeting wurde viel über mögliche Ankündigungen gemunkelt. The Last Guardian, Quantic Dreams Singularity, ein neues Killzone oder Uncharted waren nur wenige Vertreter einer Riege, welche man gern gesehen oder erwartet hätte. Wir wollen uns nun aber nicht zu sehr auf die Spekulationen versteifen, sondern die Ankündigungen des Abends auflisten und das erste Spiel war auch schon eine komplett neue IP.

Knack

Als die eigentliche Vorstellung der Konsole noch im vollen Gange war, stellte man dem anwesen Publikum ein neues Projekt namens Knack vor.
Der gleichnamige Protagonist des Spieles ist ein unscheinbar kleines Wesen, welches aus verschiedenen Materialien zusammengesetzt ist, jedoch liegt die Kraft Knacks in der Fähigkeit sich durch Einverleibung von umliegenden Kleinteilen zu vergrößern (wir fühlen uns hier leicht an Katamari erinnert). Viel mehr zum Gameplay konnten wir der Vorstellung leider nicht entnehmen, das Spiel kann aber auch durch seinen Charme punkten. Die Charaktere wirken so, als ob sie frisch aus einem Disney-Film gesprungen wären und dementsprechend gefallen sie uns auch sehr, aber seht selbst.

Killzone: Shadow Fall

Das erste Spiel der Line Up-Vorstellung war Guerrilla Games neuestes Baby Killzone: Shadow Fall.
Die Präsentation des Spieles beginnt mit einem Flug über eine futuristische Großstadt mit Wolkenkratzern, soweit das Auge hinreicht. Diese sind durch die Grafik-Power der PS4 mehr als schön in Szene gesetzt und auch die restliche Umgebung besticht durch die Grafik. Als man dann mit dem Hubschrauber landet und die Welt zu Fuß erkundet, fallen auch schon die Helga sein. Hier beginnt dann auch die Action, welche mit jener von Genre-Konkurenten mithalten kann. Am Schluss des gezeigten Trailers fliegt man hängend an einem Seil, welches an einem weiteren Hubschrauber befestigt ist, zwischen den Gebäuden der Stadt. Zur Story wurde leider nichts verraten.

Killzone: Shadow Fall sieht unglaublich gut aus und dies ist auch die einzige Wertung, die wir derzeit zum Spiel abgeben wollen. Für Skeptiker, die nicht glauben wollen, dass es sich beim Trailer unten um wirkliches Gameplay-Material handelt, sei dieser Link zu empfehlen (ab 03:16).

Driveclub

Der Launch einer PlayStation war schon immer ein freudiges Erlebnis für Rennspiel-Fans und dies endet bei der PS4 nicht, nur das Spiel ändert sich.
Anstatt sich mit einem neuen Ridge Racer-Titel die ersten Tage der Konsole zu versüßen wird man sich nun mit Evolution Studios neuestem Werke Driveclub beschäftigen müssen, was aber nach dem gezeigten Trailer keine Schwierigkeit darstellen sollte, zumindest für Grafik-Fetischisten. Drive Club wirkt wie der wahrgewordene Auto-Porno für Earlyadopter einer PS4, einzig ruft das gezeigte Bildmaterial der Präsentation durch das Phänomen des Uncanny-Valley ein unwohles Gefühl bei uns hervor, welches beim folgenden Trailer zum Glück nicht der Fall ist.

Infamous: Second Son

Anonymous brachte den Cyber-Krieg in die Medien, Ubisoft und Sucker Punch bringen die Thematik zu den Videospielen. Die Präsentation von Infamous: Second Son beginnt mit der Frage, ob nicht die Überwachung des Staates ein solches Ausmaße angenommen habe, sodass sie dem Bürger eigentlich schadet, da er dadurch seine Freiheit verliert. Was würde geschehen, wenn Menschen mit Superkräften, welche es ihnen ermöglichen eine komplette Stadt ohne Mühen zu zerstören, nicht durch diese Überwachung identifizierbar wären. Was würde die Überwachung bringen?

Hier setzt Infamous: Second Son an, jedoch verrät der gezeigte Trailer rein gar nichts weiters zur Story oder dem Gameplay, hierfür kann man aber die Beschreibung des Trailers auf Youtube zur Hilfe nehmen. Menschen mit Superkräften werden schonungslos von der Regierung gejagt und eingespeert um die Kontrolle über die Menschheit zu wahren. Als der Protagonist des Spieles Delsin Rowe nun seine Kräfte entdeckt liegt es an ihm andere Menschen mit eben solchen Fähigkeiten zu finden, um jene vor der Regierung zu beschützen.

Die Grafik mag zwar wieder von höchster Qualität sein, aber auch hier kommt wieder der Uncanny-Valley-Efekkt zum Vorschein, aber macht euch ein eigenes Bild davon.

Deep Down

Als erstes Thrid-Party-Studio wurde Capcom auf die Bühne geholt und sie präsentierten uns ihre neue Engine namens Panta Rhei am Beispiel des sich in der Entwicklung für die PS4 befindenden Spieles Deep Down. Hierbei handelt es sich nur um einen Arbeitstitel.

Die gezeigte Demo, bei der nicht ganz klar ist, ob es sich hier tatsächlich um Gameplay-Material handelt, zeigt uns zuerst den unbekannten Helden an einem Lagerfeuer sitzend und schon hier kann die Panta Rhei Engine brillieren. Detaillierte Gesichter und ein umwerfend schönes Feuer lassen uns dahinschmelzen, dabei geht das gezeigte Video ja noch weiter. Als Nächstes befinden wir uns in einem kleinen Höhlengang, ehe wir in einen etwas größeren Raum mitsamt Säulen und Lichteinfall gelangen. Hier begeistern uns die Reflexionen und das gesamte Licht/Schatten-Spiel. Aber lange können wir uns sowieso nicht diesem herrlich schönen Anblick hingeben, denn schon kommt uns ein Monster entgegen, welches sich als Feuer speiendes Drachen-Echsen-Getier entpuppt. Hier beginnt dann auch der Action-Part der Demo, welcher zwar gut aussieht, uns aber nicht vom Hocker reißen kann.

Deep Down macht einen tollen ersten Eindruck, vor allem auf der grafischen Ebene, aber wir wollen noch keine wirkliche Wertung abgeben. Wir warten, was die Zukunft bringt.

The Witness

Braid war einer der ersten großen Indie-Erfolge der letzten Generation und seit nun mehr als drei Jahren arbeitet Braid-Erfinder Jonothan Blow an seinem neuen Spiel The Witness. Hierbei handelt es sich um ein Rätsel-Spiel, welches auf einer offenen aber kompakten Insel spielt.

Der Spieler soll sich laut Blows Aussagen nie auf der Insel langweilen, da ein Rätsel immer sehr Nahe ist. Auch seien die Rätsel so gestaltet, dass man zwar viel überlegen muss, sich am Ende aber denkt, weshalb man nicht schon früher darauf kam, da die Lösung ja doch auf der Hand lag. Eine sehr motivierte Herangehensweise an ein Rätsel-Spiel, jedoch wurde mal wieder nichts zu den eigentlichen Gameplay-Mechaniken gezeigt.
Der gezeigte Trailer konnte zwar nicht durch seine Grafik bestechen, wie es etwa Killzone oder Deep Down taten, aber die Atmosphäre des gezeigten Materials war aufgrund der schönen Farben eine ganz eigene. So fühlten wir uns nur beim Ansehen der Bilder wohl und hätten gern die weitere Welt erforscht.

The Witness wird ein Start-Titel der PS4 und auch zeitlich auf dieser einen exklusiven Status genießen.

Watch Dogs

Wie oben schon erwähnt, zählt Watch Dogs zu einem dieser Titel, welche den Cyber-Krieg aus den Medien in das Land der Videospiele bringen. Ubisofts neuestes Meisterwerk wird zwar nicht PS4-Exklusiv, aber zumindest erhielten wir neues Material zu einem der heiß begehrtesten Titel des Jahres.

In dem auf dem Event gezeigten Video erleben wir den bisher unbenannten Aktivisten zuerst in seiner normalen Rolle als Bewohner einer Stadt, welcher ein bisschen durch die Straßen schlendert und sich in einen Geldautomaten hackt, ehe er einen Raub auf eine unschuldige Passantin miterlebt. Dieser eilt man natürlich zur Hilfe, nur um nach der erfolgreichen Eliminierung des Diebes von der Polizei gejagt zu werden. Von hier an befinden wir uns auf der Flucht vor dem Gesetz, welchem wir durch das gezielte Hacken von Straßensperren oder durch das Aufschießen von Reifen in gewohnt cooler Zeitlupe entkommen können. Weg von der Stelle des Verbrechens gelangen wir dann mithilfe einer durch unsere Hacking-Skills gebremsten Bahn, auf dessen Dach wir es uns gemütlich machen.

Wie bei eigentlich allen Titeln dieses Abends konnte uns vor allem die grafische Präsentation begeistern, aber auch Kleinigkeiten wie etwa die Anzeige wie wahrscheinlich eine Person zum Opfer eines Verbrechens wird lassen die Illusion eines totalen Überwachungsstaates erst entstehen. Watch Dogs soll pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Läden stehen, also auch sobald die PS4 erscheint.

Destiny

Wurde Destiny eigentlich schon vor knapp einer Woche zum ersten Mal enthüllt, bestätigte Activision nun das Bungies neuer und erster Shared-World-Shooter auch auf der PS4 erscheinen wird. Zum Launch der neuen Konsole dürfen sich also Earlyadopter über eine weitere Shooter-Alternative zu Killzone freuen, welche sogar exklusiven Content für Sonys neue Konsole beinhaltet. Dies war aber nicht alles, denn zeigte man der Welt auch neues Ingame-Material, das zwar gut aussehen mag, uns aber leider immer noch nicht wirklich umhauen konnte.
Da zu Destiny eigentlich schon genug gesagt wurde hier die etwas steife und ungewollt witzige Präsentation des Spieles.

Diablo 3

Schon während der Entwicklung von Diablo 3 vermutete man immer wieder, dass sich eine Konsolen-Version von Blizzards Erfolgsserie in Entwicklung befinden würde und dies wurde auf dem PlayStation Meeting nun auch bestätigt. Chris Metzen kündigte an, dass Diablo 3 exklusiv für die PS3 und PS4 erscheinen wird. Die bisherige Adaption soll durch eine neue Steuerung sehr gut spielbar sein und auch die Grafik soll bestechend sein.

Mehr Worte fielen aber leider nicht mehr. Einzig lockerte Metzen durch einige Späßchen das ansonsten sehr steife PlayStation Meeting auf, was bei der Präsentation von Bungie ihren Höhenpunkt fand.

Quantic Dreams Tech Demo

Wir berichteten im Vorfeld zum PlayStation Meeting häufig über Quantic Dream und dem angeblichen Next-Gen-Projekt namens Singularity, welches bei den Franzosen rund um David Cage in Entwicklung sein soll. So spekulierte man, dass Cage das Spiel offiziell als Launch-Titel für die PS4 ankündigen würde, dem war aber nicht so.

Stattdessen beschränkte man sich bei Quantic Dream auf die Vorstellung einer neuen Tech Demo, welcher aber eine Erklärung Cages vorherging. Er erläuterte, wie die Herangehensweise an ein Spiel sein sollte und dass Entwickler es auf eine emotionale Bindung zwischen Spieler und Charakter absehen sollte. Hierfür sei die Technologie immer wichtig gewesen, um diese Bindung so stark wie möglich zu machen und mit der PS4 könne man dies nun in einem solchen Maße tun, wie bisher noch nie. Um seine Theorie zu bestärken, zeigte Cage eine Statistik, wie sich die Polygon-Anzahl von Charakteren mit dem Fortschritt der Technik immer erhöhte und so sei man bei Beyond: Two Souls schon bei 30.000 Polygone pro Charakter angelangt. Die daraufhin gezeigte Tech Demo sei der nächste Schritt, damit sich der Spieler noch mehr mit seinem Charakter identifizieren kann.

Jene Tech Demo zeigt einen alten Mann, dessen Gesicht und Haare mit mehr als 30.000 Polygone gestaltet wurde. Der dargestellte Realismus ist atemberaubend und gerade die Augen des alten Mannes wirken wie echt. Das Problem aber an der ansonsten schönen Geschichte ist die Frage, ob die Engine in der Lage ist diese Grafik auch auf den Bildschirm zu zaubern, sollten sich viele Personen auf jenem befinden.

Square Enix’ Luminous Engine

Die Enttäuschung des gesamten Abends lieferte nicht mal Sony, die uns einen Blick auf die PlayStation 4 verweigerten. Dieser Pokal geht ganz klar an Square Enix, welche die schon auf der E3 2012 veröffentlichte Tech Demo zur Luminous Engine einfach wiederholten. Kein neuer Inhalt, einfach nur eine plumpe Wiederholung des schon bekannten mit dem Zusatz, dass besagte Demo in Echtzeit auf der PlayStation 4 laufe.

Als wäre dies nicht schon genug für Final Fantasy-Fans gewesen, die sich eine waschechte Ankündigung zu einem neuen Titel wünschten, kam noch Brand Director Shinji Hashimoto auf die Bühne. Dieser kündigte an, dass man das, sich derzeit in Entwicklung befindenden Final Fantasy auf der E3 ankündigen werde. Eine Ankündigung zu einer Ankündigung also, aber seht selbst.

Dies waren dann auch alle Präsentationen und Vorstellungen des etwa zweistündigen Events. 11 Vorstellungen aufgeteilt auf 8 neue IPs, 2 Tech Demos und eine Konsolen-Umsetzung eines PC-Titels. Hierbei sollte eigentlich auf für jeden etwas dabei sein, denn reicht das Spektrum des Gezeigten doch von actiongeladenen Shootern bis hin zu nicht weiter ausgeführten Japano-RPGs. Sollten all diese Titel wirklich zum Launch der PlayStation 4 erscheinen, wird ein jeder Earlyadopter genug Spiele-Futter haben, um sich bis zur nächsten Welle an tollen Titel durchspielen zu können.

Unser Fazit

Ja, was halten wir denn nun von Sonys PlayStation 4. Es ist eine schwierige Frage. Zu einem sind wir von der anscheinenden Grafik-Power mehr als begeistert und freuen uns schon drauf selbst erste Erkundungstouren in Deep Down zu tätigen, jedoch ist uns die Fokussierung Sonys auf Social Media-Interaktion ein Dorn im Auge. Ob der Share-Button nun einen wirklichen Mehrwert liefern wird bleibt fraglich. Ein Feature hat uns jedoch besonders gefallen und dies ist das Livestreaming von Spielen ohne lästige und teure Hardware, direkt von der PlayStation, aber warum musste es denn unbedingt Ustream sein?

Der DualShock 4-Controller gefällt uns durch sein neues Design, welches nun nicht mehr so klobig wirkt und auch das PlayStaion Eye sowie der Touchscreen scheinen gute Neuerungen darzustellen. Jedoch stellt sich uns die Frage, warum Sony immer noch auf konvexe Schultertasten setzt.

Das Spiele Line-Up hat uns dagegen sehr zufriedengestellt. Driveclub, welches die grafische Power der neuen Konsole zu Geltung bringt, gehört genau so zum Sortiment an Launch-Titeln wie Killzone: Shadow Fall, das auch Action-Freunde auf Sonys neue Konsole locken soll. Knack bringt frischen Wind und Charme auf die Next-Gen, während Spiele wie Infamous: Second Son oder Watch Dogs auch zeitaktuelle Themen bedienen und politische Statements nicht vermissen lassen.
Für Genießer von Rollenspielen sollte Square Enix’ neues Final Fantasy sehr interessant sein oder vielleicht auch Capcoms Deep Down. Rätsel-Freunde kommen aber auch nicht zu kurz, denn Jonothan Blows lang erwartetes neues Spiel The Witness wird am Anfang exklusiv für die PlayStation 4 erscheinen. Klar war natürlich das Qunatic Dream als Second-Party-Studio auch ein Projekt in petto hat, auf dessen Ankündigung wir uns aber leider noch ein bisschen gedulden müssen und wer überhaupt nichts von all diesen Ankündigungen hält, kann sich bestimmt auf Destiny oder Diablo 3 freuen, kommen beide Spiele doch von Qualitäts-Studios.

Alles in allem war das PlayStation Meeting ein etwas dröges und langweiliges Spektakel, dem es an Pepp gefehlt hat. Dies spricht aber nicht gegen die Qualität der gezeigten Inhalte und so freuen wir uns doch auf die PlayStation 4. Die Hardware spricht für sich und die grafische Leistung überzeugte uns doch sehr, sowie das Line Up an tollen und neuen Titeln. Der Controller gefällt uns aufgrund seines neuen Designs und der sinnvollen Features.

Was haltet ihr aber nun von der PlayStation 4, jetzt da sie endlich offiziell angekündigt wurde? War die Präsentation ein totaler Reinfall, da man nicht einmal die Konsole zeigte, oder seid ihr von der Leistung so begeistert, dass euch das Design der Konsole gerade nicht interessiert? Wie gefällt euch der neue Controller und das Line Up? Sind die Spiele zu beliebig oder habt ihr schon diesen einen Kaufgrund für die PS4 entdeckt? Postet eure Meinung doch einfach unter diesen Artikel, wir freuen uns darauf!

Abschließend noch das gesamte PlayStation Meeting und ein zusammenfassendes Video, welches eine etwas satirische Natur hat.

Über Dejan Lukovic

Dejan ist Redakteur bei Krautgaming. In dieser Tätigkeit erblickten schon die ein oder anderen Artikel das Licht der Welt, die von einfachen News bis hin zu Reviews reichen. Derzeit studiert Dejan Germanistik an der Universität Innsbruck, um sich im Anschluss einen Master der Medien, Gender Studies oder Film Studies zu erarbeiten.

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