gamescom 2012 – Dishonored angespielt

gamescom 2012 – Dishonored angespielt

von am 23.08.2012 - 09:36

Abseits der ganz großen Tripple A-Titel tauchen natürlich auch Projekte auf, die weniger im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen. Eines dieser großen kleinen Projekte ist Dishonored, das wir uns auf der gamescom exklusiv bei Bethesda anschauen konnten!


Ein genauerer Blick auf Dishonored ist auch höchste Zeit geworden, kommt das Spiel doch schon am 12. Oktober auf den Markt. Wir können euch nun sagen, ob sich ein Kauf lohnt, oder eben nicht.

Rache ist süß

Dishonored ist in einer fiktiven Welt angesetzt, die eine Art weiter fortgeschrittene Industrialisierung darstellt. Man spielt den in der Stadt Dunwall lebenden Charakter Corvo Atano, dem ein Mord mit massiven Folgen angehängt wird, den er aber natürlich nicht begangen hat.

Unter der Führung des Outsiders, einem mächtigen Wesen, das Atano mit magischen Fähigkeiten versieht, begibt er sich also auf einen Rachefeldzug um diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die ihm Böses wollten. Das Setting ist dabei oftmals skurril, da durch eine Stadt, die man in das 19. Jahrhundert einordnen würde Wachen auf riesigen Mechs herumstreifen. Ach ja, Zombies gibt es natürlich auch, immerhin kommt kein gutes Spiel heutzutage ohne die hirnlosen Spielgefährten aus.

Ezio lässt grüßen

Das Gameplay erinnert dabei frappierend stark an eine gewisse Reihe um Assassinen. So könnt ihr in Dishonored eure Missionen eigentlich immer auf drei Wegen ausführen: Vollkommen im Stealth-Style, ohne dabei irgendwelche Gegner im Kampf umzubringen, im offenen Kampf oder eben durch eine Mischung aus beiden. Dishonored erlaubt es euch übrigens auch das komplette Spiel zu beenden, ohne dabei auch nur einen Gegner getötet zu haben. Das klappt selbst bei Bossgegnern und Missionszielen.

Aber wer will das schon. Also bietet euch das Spiel auch diverse Möglichkeiten eure Gegner aus dem Weg zu schaffen. Besonders im Stealth-Modus erinnert das Ganze dann doch etwas an Assassin’s Creed, wenn ihr aus dem Verborgenen oder getarnt mit allerlei Gadgets Gegner so verschwinden lasst und ausschaltet, dass es kein anderer mitbekommt. Besonders in einem Punkt unterscheidet sich Dishonored dann aber doch stark von der Reihe rund um Ezio und Altair, ihr besitzt nämlich magische Fähigkeiten. Insgesamt sechs aktive und vier passive. Unter die aktiven fallen Zauberkräfte wie Rattenkontrolle oder die Übernahme von Feinden, indem ihr wie ein Geist in sie schlüpft. Dazu gibt es noch 40 sogenannte “Bone Charmes”. Dabei handelt es sich um Perks, von denen ihr maximal drei gleichzeitig aktivieren könnt. Diese geben euch dann Vorteile wie eine längere Zeit, in der ihr Ratten kontrollieren könnt.

Insgesamt bietet euch Dishonored also genügend Möglichkeiten euer Ziel zu erreichen. Kreativität wird dabei groß geschrieben. So müsst ihr beispielsweise in einer Mission in das Anwesen einer reichen Person eindringen. Wie ihr das macht, bleibt euch überlassen. Also aktiviert man kurzerhand den Kontrollzauber, übernimmt die Kontrolle über einen Fisch – wirklich, kein Scherz – und schwimmt durch den Abwasserkanal in das Anwesen hinein.

Keine Perfektion

Aber nun zu den Schattenseiten von Dishonored. Das Gameplay ist zwar kreativ, doch braucht man recht lange, bis man sich eingefunden hat. Anfangs weiß man nicht so recht, was man tun soll und auch Gegner im Stealth-Style ausschalten ist für einen Laien fast unmöglich.

Viel frappierender ist jedoch die Grafik. Die ist für einen Titel dieser Größenordnung schlicht und einfach veraltet. Die PC Version sieht zwar im Vergleich zu den Konsolen ein gutes Stück besser aus, doch hätte man hier wirklich mehr rausholen können. Texturen sind matschig, Kanten nicht wirklich scharf und Details einfach nicht fein genug.

Fazit

Dishonored sollten sich alle Assassin’s Creed Fans und Fans von Spielen in denen ein Ziel mit vielen Lösungen mal ansehen, immerhin bietet das Spiel viel kreatives Potenzial. Perfektionisten dürften an dem Spiel aber einige Punkte auszusetzen haben.

Kommentare

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Moritz Störle 23. August 2012 um 14:31 23.08.2012 - 14:31

haben Perfektionisten nicht immer etwas zum meckern? 🙂 Aber du hast schon recht, das Spiel ist Grafisch äußerst schwach, aber aufgrund der verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, finde ich, hat es einen enormen Wiederspielwert!