gamescom 2012 – Victory: The Age of Racing vorgestellt

gamescom 2012 – Victory: The Age of Racing vorgestellt

von am 16.08.2012 - 14:29

Free-2-Play ist DAS Zauberwort auf der gamescom 2012 und verschont dabei kein Genre. Obwohl kostenlose Rennspiele nichts Neues sind, möchte der italienische Publisher Vae Victis mit Victory: The Age of Racing ein möglichst großes Stück von dem Kuchen abhaben. Das Rezept: eine abgefahrene Story, tonnenweise Gestaltungsmöglichkeiten bei den Rennautos und ein rollenspielartiges Stats-System.

Das Zukunfts-Retro-Setting

Victory spielt in der Zukunft. Doch lustigerweise dient dieser Kniff nicht dazu, möglichst abgefahrene Autos mit futuristischem Design ins Spiel einzubauen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Ein Widerspruch in sich? Nö. Denn wegen der vielen Autounfällen auf den überfüllten Straßen, dem Kampf um das immer knapper werdende Öl und schlichtweg der Bequemlichkeit der Bevölkerung wurde ein völlig neues Transportmittel erfunden. Anstatt sich ins Auto zu setzen, steigt der Bürger der Zukunft in eine Kapsel, die ihn sicher und völlig automatisch zum gewünschten Zielort bringt. Diese Art der Fortbewegung löst auf einen Schlag sämtliche Probleme und folglich werden die guten alten Autos aus dem Straßenbild verbannt. Allerdings gibt es eine Gruppe von Autoliebhabern, die diesen Trend gar nicht gerne sieht und deshalb alle noch verfügbaren alten Autoteile sammelt, um sich eigenen Gefährte zusammenzubauen. Da Autos mittlerweile offiziell verboten sind, haftet an diesen Rennen immer der Reiz des Illegalen und Unerwünschten.

In dieses Szenario wirft euch Victory und erkärt somit den Retro-Look der Autos. Bisher ja eigentlich ganz nett. Immerhin versucht man so mit einer netten Idee sich von der Masse der Rennspiele etwas abzuheben. Doch nun wollen wir zum wirklich Wichtigen kommen: Dem Autorennen!

Customize all the cars!!

Ätsch, bevor ihr euch zum ersten Mal in euer Renngefährt setzen könnt, müsst ihr euch erst einmal eins zusammenbasteln. Und darin kann man tatsächlich einiges an Zeit investieren. Jedes Auto ist in einen Vor- und Mittelteil sowie das Heck unterteilt. Dort könnt ihr aus unterschiedlichen Bauteilen eure persönliche Kombination zusammenstellen und diese dann mit allen möglichen Farben, Mustern, Aufdrucken, Symbolen und so weiter ganz nach euerem Geschmack einfärben. Anschließend könnt ihr euch auf dem Marktplatz noch aus über 700 verschiedenen Items Bremsen, Seitenspiegel, Lenkräder und vieles mehr aussuchen, die ihr sowohl gegen echtes Geld als auch gegen die Ingame-Währung erwerben könnt. Dabei gibt es in Victory kein Item, dass nur gegen Bares gekauft werden kann; Spieler, die kein Geld ausgeben wollen, können trotzdem das komplette Spiel genießen.

Nachdem ihr euch hauptsächlich um das Aussehen eures Gefährts gekümmert habt, geht es nun ans Eingemachte. Jedes Auto wird durch die sechs Kategorien Gewicht, Aerodynamik, Beschleunigung, Haftung, Bremsen und Leistung charakterisiert. Dabei habt ihr eine gewisse Anzahl an Performance Points, die ihr einerseits durch Items und andererseits durch vieles Fahren und den damit verbundenen Levelaufstieg bekommt. Dabei könnt ihr jedoch nicht alle Kategorien einfach auf das Maximum skillen, ihr müsst also verschiedene Autos mit verschiedenen Schwerpunkten erstellen.

Endlich: Das Rennen

Aber jetzt: wir dürfen losfahren! Victory möchte auf möglichst einfachem Wege die Spieler zusammenführen und hat deswegen ein flexibles “Drop in / Drop out”-System entwickelt, sodass man möglichst wenig Zeit mit Warten verbringen muss. Außerdem bietet Victory kurzweiligen Spielspaß, sodass ein Rennen kaum länger als drei bis fünf Minuten dauert. Tretet ihr einem laufenden Spiel zu, müsst ihr also nur kurz auf die nächste Runde warten und könnt euch sodann auf den Asphalt stürzen. Victory lässt sich sowohl mit einem Controller als auch mit Maus oder Tastatur steuern.

Dabei ist Victory in drei Rennklassen unterteilt, die sich jeweils durch das Aussehen der Autos unterscheiden. Während ihr in der Anfängerklasse Formel-1-Wagen aus den 70er Jahren steuert, werden die Boliden mit jeder Klasse moderner. Außerdem bietet Victory vier verschiedene Modi: Im Quick Race tretet ihr einfach mit eurem Wagen gegen eure Gegener an. Im Handycap-Modus bekommt man pro gewonnener Runde ein Handycap auf seine Stats, sodass es immer schwieriger wird, erneut zu gewinnen. Im Zero PP (Performance Points) haben alle Autos dieselben Eigenschaften, es kommt also rein auf das Fahrvermögen der Spieler an. Der letzte Modus nennt sich Random PP, in dem eure Performance Points zufällig verteilt werden.

Fazit

Alles in allem ist Victory ein grundsolides Rennspiel, das alles bietet, was man von einem solchen Spiel erwartet. Simulationsfetischisten werden zwar von dem relativ geringen Schwierigkeitsgrad enttäuscht sein, denn Victory richtet sich an alle “Midcore Gamer”. Hier wird eher Wert auf das “Easy to learn”-Prinzip als auf den “Hard to master”-Aspekt gelegt, um eine möglichst breite Spielerschaft anzusprechen. Wer also Lust auf ein paar Runden kurzweilige Rennaction hat, der kann durchaus einen Blick auf Victory: The Age of Racing werfen. Kostet ja nix.

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