The Legend of Zelda: Skyward Sword reviewed – Links neuestes Abenteuer im Test

The Legend of Zelda: Skyward Sword reviewed – Links neuestes Abenteuer im Test

von am 16.12.2011 - 12:42

25 Jahre gibt es schon die berühmte The Legend of Zelda-Videospielreihe. Man kann fast schon mit an 100 Prozent grenzender Wahrscheinlichkeit behaupten, dass jeder, der etwas mit Videogames zu tun hat oder hatte, mindestens einmal von Link und Zeldas Abenteuern gehört hat. Falls nicht, ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, damit anzufangen. Nintendo hat nämlich mit The Legend of Zelda: Skyward Sword einen nigelnagelneuen Ableger veröffentlicht. Dieses Mal schwingen wir uns in luftige Höhen, um der lieblichen Prinzessin Zelda zu Hilfe zu eilen. Ob der neuerliche Ausflug gelungen ist, oder ob wir eine Bruchlandung erlitten haben, erfahrt ihr in folgendem Review zu Nintendos Skyward Sword.

Schon seit den frühen 80ern Jahren befindet sich unser typischerweise in Grün gekleideter Held Link auf der Suche nach seiner Herzdame Zelda. Diese hat wohl – wie auch schon ihre Leidensschwester Peach bei Nintendo – einen Dauervertrag im Kidnapping unterschrieben. Anders können wir es uns nicht erklären, wieso sie immer wieder geklaut, geraubt oder verschleppt wird. Nichtsdestotrotz begibt sich unser Held, wie auch Mario im Falle von Peach, immer wieder auf die Suche nach ihr. Dabei bereist er die Welt zu Fuß, auf dem Rücken eines Pferdes, per Boot, durch verschiedene Zeitperioden, Jahreszeiten und Schattenwelten hindurch, in Träumen und, und, und. Ja, Link hat schon einiges erlebt und ist viel rumgekommen. Das erste Mal in Aktion konnte man den kleinen Kerl auf der Famicon, hierzulande besser bekannt als NES (Nintendo Entertainment System), erleben. Danach folgten unzählige Auftritte auf dem Gameboy, Gameboy Color, Super Nintendo, Gameboy Advance, Phillips CDi, Nintendo GameCube, Nintendo DS, Nintendo Wii und schließlich auf Nintendos neustem Handheld, dem Nintendo 3DS. Mit dieser Vielzahl an Auftritten auf den verschiedensten Konsolen und Handhelds gehört die The Legend of Zelda-Reihe neben Mario zu den bekanntesten Serien von Nintendo. Weltweit haben sich bisher mehr als 60 Millionen Spiele verkauft. Somit gilt die Serie auch als die erfolgreichste ihres Genres.

Wie schon erwähnt, schwingen wir uns dieses Mal in luftige Höhen, da Skyward Sword nicht wie üblich in Hyrule, sondern auf einer schwebenden Insel spielt. Trotzdem bleibt sich Nintendo treu und wirft das altbekannte Konzept nicht über Bord, sondern erweitert dieses um einige Feinheiten wie neue Items, Waffen, Schilde und Charaktere.

http://www.youtube.com/watch?v=-kw-g7Bv4C4

Story

Same Same But Different

Wie in den meisten Zelda-Spielen erleben Link und Zelda auch zu Beginn von Skyward Sword gemeinsam eine unbeschwerte Zeit, ehe Zelda auf mysteriöse und unheilvolle Art verschwindet und Link sich auf die Suche nach ihr begibt.

Dieses Mal startet das Spiel auf der Wolkeninsel Wolkenhort. Hier ist Link ein Anwärter auf einen Posten als Himmelsritter. Diese beschützen die Bewohner Wolkenhorts vor dem plötzlichen Tod durch Herunterfallen oder sonstigen Gefahren. Doch ehe sich Link als Himmelsritter bezeichnen kann, ist er gezwungen, seinen verschwundenen Wolkenvogel zu suchen. Jeder Bewohner von Wolkenhort besitzt von Geburt an einen ganz persönlichen Vogel und ohne diesen hat Link nicht die Möglichkeit, an der Prüfung teilzunehmen. Schnell stellt sich heraus, dass der fiese Bardo Links Vogel entführt hat. Dieser Bardo ist ein Mitbewerber von Link und hofft durch diese Tat einen Vorteil gewinnen zu können. Er möchte nämlich nur Himmelsritter werden, weil der Sieger einige Zeit alleine mit Zelda verbringen darf. Da Link und Zelda schon seit ihrer Kindheit die dicksten Freunde sind, ist Bardo sowieso schon ständig wütend auf unseren Helden. Nachdem Link endlich den Vogel befreit und die Ritterprüfung bestanden hat, genießt man den restlichen Tag gemeinsam mit Zelda auf den Rücken der Wolkenvögel. Plötzlich jedoch reißt der Himmel auf und ein tiefschwarzer Wirbelwind tritt in Erscheinung. Unfähig sich noch irgendwie in Sicherheit zu bringen, stürzen Zelda und ihr Vogel in die Tiefen des Orkans. Link selbst verliert das Bewusstsein und kann nur mit Mühe und Not von seinem Vogel gerettet werden…

On my way!

Von nun darf der Spieler selbst entscheiden, was er als Nächstes machen möchte. So kann man nach weiteren storyrelevanten Erlebnissen erst mal einen kleinen Abstecher in den mittlerweile geöffneten Basar machen und sich das eine odere andere Item schnappen. Oder man begibt sich auf direktem Weg nach Erdland. So heißt nämlich der unter der Wolkendecke verborgen liegende Kontinent, auf dem sich Zelda befindet. Dorthin gelangt man, indem man sich von bestimmten Stellen aus Wolkenhort herunterstürzt und per Tastendruck seinen Vogel herbeipfeift. Diesen muss man anschließend nur noch in einen markierten Lichtkreis manövrieren, ehe Link per „Fallschirm“ zum Landeanflug ansetzt.

Gameplay

Viele Fans hatten nach der für heutige Verhältnisse schwammigen Wii-Steuerung bei The Legend of Zelda: Twilight Princess die Befürchtung, dass auch dieses Mal der Kampf in wildem und unkontrolliertem Rumgefuchtel endet. Doch wenn Nintendo eines kann, dann ist es aus Fehlern zu lernen. So präsentiert sich Links Schwerthand von seiner besten Seite und lässt sich überraschend präzise steuern, nicht zuletzt aufgrund der Unterstüzung des “Wii Motion Plus”-Moduls.

Schild und Schwert, des Links Handwerk

Im Spiel selbst erhält man als Spieler schon früh ein Übungsschwert von dem in Wolkenhort ansässigen Waffenmeister. Hier hat man auch die Möglichkeit, seine Schläge zu üben und beherrschen zu lernen. Hierfür wurden keine Kosten und Mühen gescheut und es wurden eigens dafür in einer Trainingshalle Baumstämme platziert. An einem muss Link zum Beispiel einen sauberen Schnitt von links nach rechts durchführen, einen anderen wiederum gilt es mit einem Stoß der Wii-Mote Richtung Fernseher zu durchbohren.

Doch ein Ritter allein mit einem Schwert bewaffnet ist nur eine halbe Portion. Daher will auch der Umgang mit dem Schild gelernt sein. Aus diesem Grund gibt es extra einen schwingenden Baumstamm, der mit dem richtigen Timing dank des Schildes ständig hin und her pendelt. Aber wehe man verpasst seinen Einsatz! Dann nämlich haut es Link aus den Socken und er wird locker einen guten Meter durch die Luft nach hinten geschleudert.

Eines der neuen Features besteht darin, dass das Attackieren und Blocken mit dem Schild Energie kostet. Auch wenn man rennt, erscheint auf dem Bildschirm eine Anzeige, die dem Spieler signalisiert, wie lange Link noch in der Lage ist zu sprinten. Ist diese Leiste verbraucht, benötigt unser Held einige Sekunden, um sich zu erholen, und ist in dieser Zeit außerstande irgendwelche Aktionen zu vollführen. Also Achtung, sonst hat so manch leichter Feind auch leichtes Spiel mit uns!

Apropos Energiekosten. In Skyward Sword besitzen die Schilde, die Link zum Schutz benutzt, eigene Haltbarkeitsleisten. Das heißt im Klartext: Ist die Leiste leer, gibt’s den Schild nicht mehr. Darum sollte man stets ein Auge auf besagter Leiste haben. Wer aber kein Bock darauf hat, ständig einen Schmied aufsuchen zu müssen, für denjenigen gibt es die Möglichkeit, seinen Schild mit gewissen Komponenten aufzuwerten. Doch kann sich die Suche nach diesen ganz schön in die Länge ziehen.

Neue Items braucht das Land

Wer kennt sie nicht, die typischen Zelda-Instrumente. Von der Okarina der Zeit über den Bombenbeutel bis hin zum wiederkehrenden Bumerang ist alles vertreten. Dennoch gab es mit jedem neuen Zelda-Spiel auch neue Items und Waffen zu sammeln. In Skyward Sword zum Beispiel gelangt Link im Verlauf des Spiels in den Besitz eines mechanischen Käfers. Dieser ist dazu da, per Fernsteuerung bestimmte Orte zu erreichen oder Dinge für Link einzusammeln. Natürlich gibt es noch viel mehr zu entdecken, doch wollen wir nicht den Spaß verderben und vorab schon alles verraten.

Über den Wolken

Wie schon erwähnt, besitzt jeder Bewohner von Wolkenhort einen eigenen Vogel. Schon von Kindesbeinen lernen die Menschen, wie man am besten mit dem Geschöpf der Lüfte harmoniert und wie man diese am besten reitet. In Skyward Sword sind diese nicht nur Beiwerk, nein, hier dienen sie dazu, dass Link von A nach B kommt oder wohin er sonst möchte. So kann man auf dem Rücken eines Wolkenvogels umherfliegende Felsbrocken erkunden, durch Geschwindigkeitsportale sausen und, und, und.

Präsentation

Von fliegenden Felsen und blühenden Landschaften

Jeder Besitzer einer Nintendo Wii weiß, dass ein Spiel hier niemals so gut aussehen wird wie auf der PlayStation 3 oder der Xbox 360. Dennoch ist Skyward Sword wirklich fantastisch anzusehen. Nintendo verwendet einen eigenen Grafikstil, der den Spieler an Acrylfarben erinnern soll. An jeder Ecke merkt man auch, wie viel Liebe die Entwickler trotz technischer Limitationen hineingesteckt haben. Man nimmt es den Grafikern ab, dass Wolkenhort ein schwebender Steinbrocken mit einer Stadt darauf ist. Er wirkt natürlich, keinesfalls aufgesetzt.

Auch wenn man das erste Mal Erdland betritt, was so unglaublich an die grünen Lande Hyrules erinnern, fühlt man sich sofort zu Hause. Zwar ist die Landschaft einfach gehalten, sprich es gibt keine Grasebenen, in denen sich jeder einzelne Halm im Winde hin und her wiegt. Trotzdem wirkt die Welt so natürlich, ja fast echt.

Fans werden nichts an dem Spiel auszusetzen haben, doch Serienneulingen wird oft das Kantenflimmern und so manch verwaschene Textur auffallen. Auch die Tatsache, dass es keine Sprachausgabe gibt, wird den einen oder anderen sauer aufstoßen lassen. Dennoch kann man mit Sicherheit sagen, dass Skyward Sword ein „schönes“ Spiel ist.

Das Zelda-Feeling

Jeder, der irgendwann in seinem Leben ein Zelda-Titel gespielt hat, kennt dieses Gefühl. Meist tritt es auf, wenn man ewig auf der Stelle tritt und ein bestimmtes Rätsel einfach nicht lösen kann. Man muss aber einfach weitersuchen und spielen, weil es einen nicht in Ruhe lässt. Hat man das Rätsel dann nach gefühlt tausend Stunden gelöst und ist einen Schritt weiter im Spiel gekommen, freut man sich unheimlich und mit etwas Glück stellt sich das mollige Zelda-Feeling ein. Man fühlt sich einfach gut und will weiter machen, ist ständig auf der Suche nach etwas Neuem. Und genau dieses Gefühl vermittelt auch The Legend of Zelda: Skyward Sword.

Fazit

The Legend of Zelda: Skyward Sword ist wie gewohnt ein durchweg gelungenes Spiel geworden. Doch leider beinhaltet die Serie immer noch einige Features, die aus heutiger Sicht einfach nicht mehr zeitgemäß sind. So ist es heute sehr selten, dass ein Spiel fast keine Sprachausgabe besitzt. Auch die Grafik wirkt mittlerweile etwas verstaubt. Dennoch bleibt die Spielmechanik ungeschlagen und auch die Geschichte wird, wenn auch zum hundertsten Mal, spannend erzählt.


The Legend of Zelda: Skyward Sword

von am 16.12.2011

Zuerst war ich etwas skeptisch, denn für mich ist Skyward Sword das allererste Zelda-Spiel, das ich überhaupt auf einer Konsole richtig spiele. Früher war ich großer Fan von Link’s Awakening auf dem Gameboy und konnte nichts mit Nintendos Konsolen anfangen. Daher freue ich mich umso mehr, dass mich das Spiel doch so sehr in seinen Bann gezogen hat. Die Stimmung ist großartig, die Steuerung flutscht nur so aus dem Handgelenk und Link muss man einfach lieben. Für mich das Wii-Spiel des Jahres.

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