Mein aller erstes Mal – Der Nintendo 3DS

Mein aller erstes Mal – Der Nintendo 3DS

von am 26.03.2011 - 19:08

Gestern kam die dritte Dimension in unsere Hände. Der Nintendo 3DS überzeugt nicht nur in seiner neuen Optik, sondern auch mit seiner neuen Bedienung! Lest im folgenden, was sich zum Vorgänger alles verändert hat.

Was soll man sagen? Als ich die Verpackung aufmachte stürzte ich mich natürlich direkt auf den Nintendo 3DS ohne irgendwelche Anleitungen oder sonstiges zu lesen. Ich klappte den Deckel auf und startete das Gerät. Nach einer kurzen, idiotensicheren, Anleitung bittet mich das System den 3D-Regler voll aufzuschieben. 3.. 2.. 1.. WOW.

Zu meinem Erstaunen fühlte ich mich wirklich wie eine Person aus den verhassten Werbefilmchen.

Meine Augen gewöhnten sich rasant an den Effekt. Ich war und bin auch jetzt noch nach Stunden geflasht wenn ich auf die Menüführung schaue.
Nach zehn Minuten unaufhörlichen hin- und herschieben des 3D-Reglers fand ich dann auch schlussendlich heraus, dass ich den Effekt voll aufdrehen darf.

Der Sound wurde wesentlich verbessert. Er wirkt nicht mehr “hohl” wie beim Vorgängermodell, sondern voll und ganz abgerundet.

Als erstes sollte man, wie bei der Nintendo Wii und den Vorgängermodellen des Nintendo 3DS, erstmal in die Settings und ein Software-Update durchführen. Dabei erhält man auch ein kurzes 3D-Video, in dem man ein bisschen Natur, Skydiver und Feuerwerk zu sehen bekommt.

Der Download-Bereich wurde leider noch nicht freigegeben; man sucht dort vergebens nach 3DS und DS spielen. Dies soll allerdings, genauso wie der Video-Channel erst mit einem Update zur Verfügung stehen.

Kommen wir zu den einzelnen Menüpunkten. Das Menü selber kann man jetzt anzeigen lassen wie es einem selbst gefällt, ob nun alles in einer Linie wie bei den anderen DS-Modellen, oder sich alles auf einem Bildschirm anzeigen lassen.

Die Bedienungselemente

Beim 3DS sind viele Kleinigkeiten verbessert worden.

  • Die WLAN Funktion funktioniert nun reibungslos per WPA2. Diesmal wird der WLAN-Modus mit einem seitlichen Regler einfach angeschaltet. Wenn ihr einen der neuen Pokemon-Spiele auf dem Nintendo DS gespielt habt wisst ihr sicherlich, warum das der coolste Fortschritt überhaupt am neuen Gerät ist. Statt dem ständigen rein/raus aus einem Spiel kann man hier am Gerät selber bestimmen, ob man WLAN anmacht oder eben nicht.
  • Der Slider ist der Analogstick des 3DS und ein Segen. Er ist sehr präzise und funktioniert auch mit alten DS Spielen einwandfrei.
  • Der Home-Button wurde direkt von der Wii übernommen und lässt den Spieler jederzeit pausieren. Sehr praktisch, aber die Knöpfe des Home-, Select- und Startbuttons sind schwer zu drücken. Alle drei Knöpfe befinden sich unterhalb des unteren Bildschirms.
  • Der Stylus ist jetzt neben dem DS-Spiele-Slot und verführt nichtmehr zum ständigen “dranrumspielen”
  • Die Lautsprecher befinden sich jetzt neben dem oberen Bildschirm
  • Mit dem Kauf eines Nintendo 3DS erhalten wir jetzt auch eine Ladestation, die sich super als Abstellplatz eignet

Mii Channel

Das Erstellen eurer Charaktere in Mini-Format ist genau wie bei der Nintendo Wii. Für genau 100 Mii´s haben wir hier Platz. Einzige Verbesserung ist hier die größere Auswahl an Mündern, Augen, Haarteilen und so weiter. Erste Neuerungen kommen erst im später erwähnten Street-Pass.
Ein besonderes Schmankerl ist hier die Funktion, dass man QR-Codes einlesen kann. Diese werden dann zu Miis, die man abspeichern kann. Auch seine eigenen Miis kann man als QR-Code abspeichern und weiterreichen.

Nintendo 3DS Sound

In diesem Channel hat sich kaum etwas verändert. Der kleine Papagei brabbelt einem alles nach und gibt hier und da ein paar nette Hinweise zur Menüsteuerung. Es gibt insgesamt 11 Seiten mit 18 Sprechblasen. Also kann man 198 verschiedene Sounds abspeichern und sie im Originalton oder editiert abspielen.
Meiner Ansicht nach kann man diesen Channel nur für kurze Sprachnotizen nutzen, ansonsten ist er nur ein kurzer Zeitvertreib für fünf Minuten.

AR Games – Augmented Reality

Jetzt wirds lustig. Mit zum Nintendo 3DS sind sechs Karten gekommen. Hier haben wir je ein Bild mit drei Pikmins, Samus, Kirby, young Link, Mario und zu guter letzt eine Fragezeichen-Box. Genau mit dieser fangen wir an!
Beim ersten Mal muss man ein kleines Minispiel mitmachen, in welchen man mit Pfeilen auf Zielscheiben schießen muss. Zum Schluss kommt ein Drache, dem wir die Schuppen vom Körber abschießen.
Haben wir das erste Spielchen gemeistert stehen uns vorerst vier Möglichkeiten zur Verfügung, Shooting – das Anfangsspiel, AR Shot – Billard/Golfverschnitt, Star Pics und Mii Pics. Mit dem AR Shot schaltet man wiederum zwei Modi frei, das Angeln und Graffiti.
In Star Pics kommen die anderen fünf Karten ins Spiel. Hält man diese vor die Kamera, so erscheinen sie auf dem Bildschirm und man kan lustige Posen mit ihnen machen.

Beim Angeln hab ich alles vergessen. Man bekommt eine virtuelle Angel auf die Linsen und muss die wirklich nur ins “Wasser” werfen; die Umgebung der Fragezeichenkarte wird zum Wasser selbst. Hat man hier den bösen Wasserdrachen geangelt erhält man die Möglichkeit weitere Boxen im Shop zu kaufen mit den sammelbaren “Play Coins”.

Folgende Boxen sind erhältlich: Free Camera, Clock, Globe, 3D Tools, Fish Gallery, Free Fishing, Shooting 2 und AR Shot 2.

Die Play Coins

Man kann zehn Münzen am Tag mit insgesamt 1000 Schritte verdienen. Ja, Schritte! Klappt den Nintendo 3DS einfach zu und schüttelt ihn solange, bis das System denkt ihr habt 1000 Schritte hinter euch gebracht.
Zudem erhält man manchmal eine Münze pro “Street-Pass”. Haben andere Leute in eurer Umgebung auch einen 3DS mit sich im zugeklappten Modus, so tauscht ihr eure Mii´s aus und erhaltet kleine Boni.

Street Pass und Mii Plaza

Jetzt werden die Münzen erst richtig sinnvoll. Im Mii Plaza werden beim Vorbeigehen getroffene Miis angezeigt, die euch in den zwei angegebenen Minispielen entweder Puzzleteile schenken oder euch bei “Street-Pass Quest” retten.
Hier seit ihr die Königin/der König und wollt gerettet werden! Kauft euch entweder für zwei Münzen einen Helden der euch unterstützt – Eine Katze mit Schwert und Schild, meist Level eins, oder holt euch die angetroffenen Miis, die euch aus dem Gefängnis retten sollen.

Wie viele Level es gibt weiß ich leider noch nicht, ABER(!) es gibt nun endlich Hüte für unsere Miis. In Street-Pass Quest kann man 16 davon erhalten. Ich habe mir schon eine Mario-Mütze und Katzenohren verdient. Eine Krone hat euer König auf, also schätze ich, dass diese nach Vollendigung dieses Minispiels zur Verfügung stehen wird.
In “Puzzle Swap” tauscht man mit anderen Spielern Puzzlestückchen. Wie ich schon erkennen konnte ist das erste 3D Bild, das man vervollständigen kann ein Bild aus The Legend of Zelda: Skyward Sword. Allerdings besitze ich erst zwei von fünfzehn begehrten Teilen..

Face Raiders

Bei Faceraiders schießt man gespeicherte Gesichter ab. Hier wird viel Platz benötigt in den sechs Leveln. Man dreht sich ständig um die eigene Achse um die in der Luft schwebenden Gesichter mit gelben Kügelchen abzuschießen. Hört sich kindisch an, beschäftigt aber für gute zwei Stunden. Hierbei wird vom Spiel selber angeboten den 3DS weiterzureichen und Freunde spielen zu lassen. Eine nette Werbung für Nintendo selbst, aber der Nintendo 3DS Besitzer freut sich um ein neu gewonnenes Gesicht in der Face-Collection.

Alte Nintendo DS Spiele

Alte Spiele bleiben hier alte Spiele. Der 3D-Modus schaltet sich von selbst aus. Es ist also wahr, ich wollte es auch nicht bis zuletzt glauben, man kann seine alten Spiele NICHT in 3D spielen.. Immerhin sind sie spielbar…
Ansonsten funktionieren sie super, der Slider funktionierte bis jetzt bei jedem Spiel das ich getestet habe. Besonders bei Ego-Shootern ist er Gold wert! Hier habe ich Dementium II reingeworfen und muss sagen, dass es jetzt endlich spaßmacht solche Spiele auf dem Nintendo 3DS zu spielen. Gespannt können wir hier auf Resident Evil: Revelations sein.

Activity Log

Hier werden alle Aktivitäten des Geräts festgestellt. In den “Daily Records” werden einem die am Tag geleisteten Schritte und die Spieldauer angezeigt. Auch gibt es hier eine Übersicht über Wochen, Monate und Jahre.
In der “Software Library” werden alle Channel und Spiele angezeigt. Hier hat man eine Übersicht über:

  • Gesamte Spielzeite
  • Anzahl der gespielten Male
  • Durchschnittliche Spielzeit
  • Wann man es das erste Mal gespielt hat
  • Wann man es das letzte Mal gespielt hat
  •  

    Nintendo 3DS Kamera

    Ehrlich gesagt bin ich von den 3D-Bildern nicht wirklich geflasht. Erstens braucht man sehr viel Licht und zweitens sind die Kameras nicht die Höhe, wobei diese um einiges besser sind. Was aber die Bilder und ihre Qualität verbessert ist der manuelle Editor, in dem man noch einmal zusätzliche Schärfe und einen für sich selbst optimierten 3D-Effekt einstellen kann. Beim rumprobieren ist mir dann aufgefallen, dass der 3D effekt circa 25 Meter weit reicht, was mich doch sehr erstaunt hat. Nahe Fotos sehen nicht so prall aus, aber auf Distanz können sich die Bilder doch sehen lassen.

      Fazit

    Das Gerät selber hat mich volkommen überzeugt. Allein durch den Slider, mit dem sich selbst alte Spiele viel besser anfühlen lohnt sich der Nintendo 3DS schon. Selbst ohne den, zwar noch in den Kinderschuhen steckenden, dreidimensionalen Effekt hätte ich hier meinen alten Nintendo DS ersetzt. Der Sound ist super, die Optik für eine Konsole von Nintendo am fortgeschrittensten.
    Die für die Zukunft angekündigten Titel sind auf jeden Fall Videospielschätze, auch wenn viele Titel Remakes werden.
    Die Spieleauswahl, die es beim Release gab überzeugt mich keineswegs. Zum Kauf der 3D-Wunderkiste kann ich aber jedem raten, der ein Vorgängermodell besitzt und die kleinen Macken einfach leid ist.

    Hier noch ein paar QR-Codes für alle Nintendo 3DS Besitzer:

    Yamauchi – Iwata – Miyamoto

    Reggie Fils Aime

    Und zu guter letzt habe ich noch meinen Mii gemacht

    Kommentare

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    Bachnick99 10. März 2013 um 03:51 10.03.2013 - 03:51

    Der Nintendo 3DS ist die beste Spielekonsole die ich kenne