Preview – Wir haben uns Borderlands: The Pre-Sequel angeschaut!
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Am 17. Oktober ist es so weit und wir können wieder auf Loot-Jagd in den Grenzlanden gehen. Dann erscheint Borderlands: The Pre-Sequel nämlich endlich in Europa und auch wir dürfen dann in den Wahnsinn des Titels kommen, den wir uns nach einer Einladung von 2K schon mal im Vorraus für euch angeschaut haben!

München. Die letzten warmen Strahlen des Sommers treiben viele Leute nach draußen, doch dafür sind wir nicht hier. Wir wollen rein, zu 2K und den neuesten Teil der Borderlands-Reihe anspielen. The Pre-Sequel heißt der von 2K Australia in Zusammenarbeit mit Gearbox Software entwickelte Titel des Loot und Grind-Festes. Knapp eine Stunde durften wir hierbei in die Welt des Spiels eintauchen, wobei zum aller ersten Mal mit Athena, Willhelm, Nisha und Claptrap alle Charaktere spielbar waren.

Die neuen Charaktere

Wir entschieden uns natürlich für den allseits beliebten Roboter Claptrap, den man in The Pre-Sequel nun zum ersten mal auch selbst kontrollieren kann. Als Roboter hat Claptrap natürlich ein Programm, dass sich als Special-Move ausführt. Die „VaultHunter.exe“ analysiert das Schlachtfeld und verpasst unserem kleinen Freund die passende Spezial-Fähigkeit, die gerade von Nöten ist. Theoretisch ballert man sich dann als Gunzerker durch die Gegend, oder man schlachtet die Gegner in einer Version des Psycho ab.

Borderlands The Pre-Sequel Claptrap

Natürlich hätten wir uns auch für den aus Borderlands 2 bekannten Cyborg Willhelm entscheiden können, der mit seinen zwei Drohnen die Spielwelt nicht nur offensiv, sondern auch defensiv, aufmischt. Zudem lassen seine kybernetischen Upgrades in Form des Skilltrees ihn immer mehr zur Maschine werden, die man aus BL2 kennt.

Die Gladiatorin Athena erhält, so wie ihre Kollegin The Lawbringer Nisha, bei erlittenem Schaden einen Bonus. Sie kann ihren Schild auf Gegner werfen und dieser macht umso höheren Schaden, je mehr Athena einstecken musste. Bei Nisha funktioniert dias ähnlich, denn wenn sie genug Schaden genommen hat, kann sie ihre Peitsche ausfahren und Gegner mit einem mächtigen Stoß erledigen.

Beide haben jedoch noch andere Fähigkeiten und so kann Athena ihre Widersacher auch mit einem Schwert attackieren, damit diese anfangen zu bluten. Ist der richtige Skill zudem ausgewählt, explodieren blutende Gegner. Nishas Special-Fähigkeit „Showdown“ äußert sich darin, dass sie Gegner nicht nur automatisch anvisiert, sondern auch noch einen Bonus auf jegliche Stats erhält.

Borderlands The Pre-Sequel Vualt Hunters

All diese vier verschiedenen Charaktere wurden von Handsome Jack nun angeworben, mit ihm Pandoras Mond Elpis zu befreien und die Kontrolle über die Mondbasis von der Hyperion Corporation zu erlangen, die erst vor Kurzem von der Lost Legion erobert wurde, die damit nicht nur Elpis sondern auch Panodra zerstören wollen. Wir erleben also den Aufstieg von Handsome Jack, dem Antagonisten aus Borderlands 2, der anfangs noch gute Ziele verfolgt, diese mit der Zeit jedoch ablegt.

Neue Gebiete, Gegner, Waffen und Gameplay-Elemente

Dieser Twist in der Narration von Jacks Geschichte ist aber nicht die einzige Neuerung, die auf einen zukommt. Auch der Mond Elpis bietet mit seinen vielen verschiedenen Landschaften genug Abwechslung, um den Entdeckergeist zufrieden zu stellen. Während unserer Session kamen wir so nämlich an vielen unterschiedenen Locations vorbei, die alle eine unterschiedliche Thematik hatten.

So kämpften wir uns unter anderem durch einen industriell angehauchten Komplex, ehe wir eine karge Mond-Landschaft mit den neuen Fahrzeugen überquerten, damit wir an einem zugefrorenen See ankommen, der zum Teil aufgrund einer Lavaquelle geschmolzen ist. Dazu kommen noch die zentrale Stadt von Elpis und die Hyperion Mondbasis, die auch begehbar ist.

Borderlands The Pre Sequel Screenshot

Obwohl wir uns also auf dem Mond befinden, bekommen wir genug Abwechslung zu sehen. Dies gilt auch für die vielen verschiedenen Gegner, denen wir begegnen. Allen voran die Lost Legion, die mehr oder weniger menschliche Gegner darstellen. Viel interessanter sind da schon die Kragons, die an sich als große Tiere kein Problem sind. Jedoch spalten sich Kragons in zwei kleine Versionen sobald sie besiegt werden, die wiederum erledigt werden wollen. Und wenn man dann auch noch das Vergnügen hat, gegen einen Kragon-Boss zu kämpfen, teilt sich dieser in immer kleiner werdende Kragons, die sich wiederum in kleinere Kragons teilen. Lange, anhaltende und actionreiche Kämpfe sind schon vorprogrammiert.

Aber genau dafür seid ihr in The Pre-Sequel auch gewappnet. Denn mit den neuen Locations und Gegnern gehen auch neue Waffen und Gameplay-Elemente einher. So findet zum Beispiel der Doppel-Sprung Einzug in die Borderlands-Serie, der durch die geringe Schwerkraft des Mondes und den neuen Sauerstoff-Tank erklärt wird. Dieser kann nach dem ersten Sprung mit einem weiteren Sprung entleert werden, um einen zweiten Schub zu gewährleisten, der einen an sonst nicht erreichbare Stellen bringt. Dies kann man aber auch in die umgekehrte Richtung machen und sich gegen den Boden schießen lassen, um Gegner mit dem sogenannten „Butt Slam“ zu treffen. Diesen kann man sogar noch verbessern, damit man unter anderem Elementar-Schaden austeilt.

Doch jede dieser Aktionen verbraucht ein bisschen eures Sauerstoffs, den ihr daher immer wieder aufladen müsst. Solltet ihr das nicht tun, verliert ihr kontinuierlich ein bisschen Lebensenergie, aber in eine solche Situation kommt ihr eigentlich fast nie. Weshalb die Anzeige also dennoch im Spiel ist, können wir nur erahnen, so lange dadurch aber das neue Movement im Kontext des Spieles erklärt wird, nehmen wir dies gern in Kauf. Denn die neue low-gravity Bewegungsfreiheit macht viel Spaß und fühlt sich dabei toll an.

Borderlands The Pre-Sequel Enemies

Sollten die Angriffe mal nicht reichen, den Strömen an Gegnern Einhalt zu gebieten, könnt ihr immer noch auf die neuen Kryo- und Laser-Waffen setzen. Mit Ersteren könnt ihr eure Widersacher für einen kurzen Moment einfrieren und diese dann ohne Gegenwehr beballern. Solltet ihr dabei genug Schaden anrichten, zersplittern die eingefrorenen Gegner einfach in viele kleine Splitter.

Noch viel cooler sind jedoch die Laser-Waffen, die sich nicht nur auf normale Pistolen beschränken, sondern auch in vielen Formen auftauchen können. Es gibt sogar Laser-Shotguns! Dazu kommen noch Laser-Waffen, die einen permanenten Strahl werfen und das sieht schon sehr cool aus.

Der Jagd nach tollen Loots sollte damit dann nichts mehr im Wege stehen, wäre da nicht der elendige Zufallsgenerator, der nicht all zu oft legendäre Waffen oder Rüstungsteile ausspucken will. Dafür gibt es nun aber den Grinder: eine Maschine, in die ihr drei Waffen desselben Seltenheitswertes und derselben Art einwerft, damit ihr eine etwas seltenere und bessere Waffe erhaltet.

Leider konnten wir das Potential des Grinders aufgrund der kurzen Zeit nicht komplett ausloten, jedoch scheint dies eine sehr gute Idee zu sein, wenn wir an unsere vergangenen Borderlands-Spielstände denken, in denen wir schlechten Loot nur verkaufen oder wegwerfen konnten.

Fazit

Borderlands: The Pre-Sequel schlägt genau in dieselbe Kerbe wie seine Vorgänger, erweitert das Spektrum dabei jedoch sinnvoll und könnte das bisher beste Borderlands sein. Das neue Movement macht Spaß, lässt sich sogar genau steuern und fühlt sich dabei sehr gut an.

Dazu kommen noch die vielen neuen Inhalte, wie der Grinder, der dem nutzlosen Loot sogar noch eine Verwendung gibt. Aber auch das Design der neuen Gegner, Locations und Waffen muss sich nicht verstecken und macht Lust auf mehr. Wie werden zumindest sicherlich wieder mehrere Stunden in der Welt von Elpis verbringen!

Borderlands: The Pre-Sequel erscheint am 17. Oktober für die PS3, Xbox 360 und den PC.

Über Dejan Lukovic

Dejan ist Redakteur bei Krautgaming. In dieser Tätigkeit erblickten schon die ein oder anderen Artikel das Licht der Welt, die von einfachen News bis hin zu Reviews reichen.
Derzeit studiert Dejan Germanistik an der Universität Innsbruck, um sich im Anschluss einen Master der Medien, Gender Studies oder Film Studies zu erarbeiten.

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