Halo 4 – USK erteilt Ab 16 Freigabe

Halo 4 – USK erteilt Ab 16 Freigabe

Die Einschätzung und Freigabe von Spielen in Deutschland scheint oftmals wie ein Glücksspiel bei der USK. In den letzten Jahren ist ein einheitliches Muster nicht wirklich zu erkennen. Vielmehr scheint die Vergabe der Freigabeplaketten budget – und studioabhängig zu sein. Aber warum ist die Kennzeichnung “ab 16″ für Halo 4 so überraschend?

Fast monatlich gibt es Kontroversen und Überraschungen bezüglich der USK und ihren Entscheidungen. In der jüngsten Vergangenheit wurden Gears or War 3 und Boderlands 2 ohne Beanstandungen durchgewunknen, obwohl jeweils die Vorgänger in Deutschland aufgrund ihres Gewaltspektrums nicht erhältlich waren bzw. im Fall von Borderlands 1 nur in einer entschärften Version und das obowhl der Gewaltpegel in den jeweiligen Fortsetzungen immer noch eine sehr deutliche Sprache spricht.

Über die offizielle Seite der USK erreicht uns nun die Meldung, dass Halo 4 geprüft wurde und bereits für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben sein wird. Das wäre nur dann nicht sonderlich überraschend, wenn die PEGI- und die USK-Einschätzungen seit Halo 3 nicht grundsätzlich unterschiedlich gewesen wären, Halo: Combat Evolved Anniversary ausgenommen. Ist die Halo-Reihe bei PEGI einheitlich ab 16 freigegeben, hat die USK die Halo-Reihe seit Halo 3 mit einem “ab 18″-Siegel versehen, obwohl es sich generell immer um die gleichen Versionen gehandelt hat. Egoshooter mit einer Freigabe ab 16 sind in Deutschland sehr selten, darüber hinaus werden auch in Halo 4 wieder humanoid wirkende Gegener be – und abgeschossen.

Warum also sind Egoshooter in jüngster Zeit kein generelles Negativum mehr? Eventuell liegt es daran, dass hinter Spielen wie Halo 4 und Gears of War 3 ein Publishergigant names Microsoft steht. Zwar werden solche Rückschlüsse seitens der USK immer bestritten, jedoch kann man am Beispiel von Gears of War 3 ganz deutlich festmachen, dass der Gewaltpegel im Spiel nicht gesunken, sondern sogar noch gestiegen ist und somit eine plötzlich problemlose und unzensierte Freigabe nicht ganz nachvollziebar scheint. Solch teure Produktionen müssen natürlich in so vielen Märkten wie möglich abgesetzt werden und das am Besten noch unverändert. Kleine Studios und vor allem kleinere Publisher haben auf der anderen Seite immer noch mit Anpassungenforderungen seitens der USK zu kämpfen, siehe der aktuelle Fall vom nächsten Outing der Painkiller-Reihe Painkiller: Hell&Damnation, welches wieder einmal für die deutschen Spieler angepasst werden muss.

Es bleibt abzuwarten inwiefern diese Bewertungsstrategie der USK die Zukunftsmusik ist, die sich soviele Videospielfans wünschen. Fest steht, dass Halo 4 mit einer Freigabe ab 16 theoretisch einem größeren Publikum offen steht, obwohl sich im Vergleich zu Halo:Reach und Halo 3 der Detailgrad und die Darstellung der Gewalt nicht sonderlich reduziert hat.

Halo 4 erscheint am 06. November exklusiv für Xbox 360

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